Bundesrat Johann Schneider-Ammann fand in Berlin lobende Worte für den professionellen und eleganten Stand, wie er bei der Eröffnung sagte. An guten Kontakten zu Absatzmärkten im Ausland führe kein Weg vorbei, da jeder 2. Franken im Ausland verdient werde. Diese Präsenz müsse fortgesetzt werden, sagte der Volkswirtschaftsminister, denn das Bild, das an der grössten Berliner Messe von der Schweiz gezeigt wird, gefalle ihm.
Ein Land unter 66 Ländern
Auch der Chef des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) Bernard Lehmann, der bereits siebenmal in Berlin dabei war, findet Gefallen am Auftritt. Er bezeichnete den Stand gar als den besten. Lehmann rühmte die Stimmung und den offene Raum sowie die ständige Weiterentwicklung des Konzepts.
Er sei stolz auf die Leistung der AMS und deren Partner, sagte er gegenüber dem LID. Er betonte, es sei wichtig, in einem Umfeld, wo 66 Länder aus der ganzen Welt ihre Produkte präsentieren, mitzuspielen. Für ihn ist der Besuch der deutschen Landwirtschaftsminister Jahr für Jahr auch ein Zeichen des Respektes und der Anerkennung. Lehmann nimmt jeweils auch am Global Forum for Agriculture teil, das als "Davos der Landwirtschaft" bezeichnet wird. In diesem Jahr treffen sich Landwirtschaftsminister aus 70 Ländern.
"Ich bin stolz auf die Schweiz, wie sie hier präsent ist."
Christoph Ammann, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Bern, sieht im Auftritt in Berlin eine hervorragende Plattform für die Schweiz, besonders auch für Berner Produkte. Gerade für die Produzenten von Emmentaler, die neben anderen Käsesorten in Berlin mit neuen trendigen Snacks aufwarten. Ammann bilanzierte den Besuch am Stand mit den Worten: "Ich bin stolz auf die Schweiz, wie sie hier präsent ist."
Stefan Arnold, Marketingchef der Schweizer Milchproduzenten, findet es wichtig, dass die Schweiz den deutschen und internationalen Konsumenten ein qualitatives und begehrtes Erlebnis bietet. Für hochstehende teure Produkte sei dies von Bedeutung. Aber ein Messeauftritt sei nur eine Massnahme im Marketingmix. Gerade um Junge zu erreichen, brauche es weitere Massnahmen, auch digitale Kanäle müssten da bespielt werden.
Hohe Erwartungen an die Schweiz
Christoph Beeler, Chef am Stand der Schweiz bestätigt, dass es eine ganze Anzahl Besucher gibt, die neugierig auf den Schweizer Stand gespannt sind und immer wieder kommen, weil sie wissen wollen, was die Schweiz wieder zu bieten hat. Da kommen Aktivitäten wie das Skirennfahren in diesem Jahr gut an, meint Beeler.
Auch Urs Schneider, Präsident der AMS, als treibende Kraft des gemeinsamen Auftritts der Schweiz in Berlin, zieht eine positive Bilanz und überlegt sich zum 25-Jahr-Jubiläum bereits etwas Besonderes.
Für ihn ist klar, dass wer nicht voll mitspielt bei solchen Gelegenheiten, bereits verloren hat. Die Konkurrenz wurde stärker und die Anforderungen an die Schweiz werden nicht kleiner. Er sei voll motiviert für so ein wunderbares Land wie die Schweiz mit Top-Produkten weiter dran zu bleiben.
In den ersten Jahren des Auftritts waren es jeweils einzelne Kantone, die spezielle Attraktionen geboten haben, heute sind es auch Verbände und Organisationen, wie Swiss Ski im Jahr 2018. Wie beim Marathonlauf will Urs Schneider mit seiner ganzen Berlin-Crew weiterarbeiten, damit die Halle 17 mit dem gemeinsamen Stand der Schweiz als Plattform für Produkte und Begegnungen attraktiv bleibt.
Markus Rediger, lid