Die Berggebiete verdienten eine verstärkte Aufmerksamkeit in der Bundespolitik, sagte Bundespräsident Guy Parmelin in einer Videobotschaft anlässlich der Generalversammlung der SAB und betonte die Bedeutung des nationalen Zusammenhaltes und die wichtige Rolle der Berggebiete. Eine eingesetzte Begleitgruppe habe diesbezüglich verschiedene Stossrichtungen formuliert, die unter anderem die Stärkung des Bildungswesens und die Förderung von attraktiven Wohnmöglichkeiten im Berggebiet beinhalte. Diese Anliegen deckten sich weitgehend mit den Anliegen den ihrigen, schreibt die SAB in einer Mitteilung.

Aktionsplan Berggebiete ist in Arbeit

Die Bundespolitik und alle anderen relevanten Akteure seien gefordert, ihr Engagement für die Berggebiete und ländlichen Räume zu verstärken. Die Weiterentwicklung der Berggebietspolitik sei entsprechend im Zentrum der diesjährigen Online-Generalversammlung gestanden, heisst es weiter. Um die Berggebietspolitik zu stärken habe die Versammlung eine Resolution verabschiedet, die unter anderem die Stärkung der Anliegen der Jugendlichen aus den Berggebieten fordert. Weiter sollen ländliche Räume verstärkt bei der Politikgestaltung berücksichtigt werden. Die SAB erwarte nun vom Bundesrat, dass er zusammen mit den betroffenen Akteuren konkrete Massnahmen einleitet. Die laufenden Arbeiten des Bundes für die Erarbeitung eines departementsübergreifenden Aktionsplanes Berggebiete würden dafür den geeigneten Rahmen darstellen, schreibt die SAB.

Landesausstellung im Berggebiet

Der Bundesrat solle sich zudem für das Projekt einer Landessaustellung 2027 im Berggebiet stark machen, fordert die SAB. «Muntagna 27» sehe eine dezentrale Landessaustellung im gesamten Berggebiet vor. Eine derartige Landesaustellung sei ein ideales Gefäss, um der breiten Bevölkerung die vielfältigen Herausforderungen und Potenziale der Berggebiete zu vermitteln und so zu einem verstärkten Dialog zwischen Stadt und Land beizutragen.