Wie Olivero selbst am Rande der Fachmesse Vinitaly vergangene Woche in Verona mitteilte, wird er bis zur Ernennung der neuen Regierung die Leitung übernehmen. Der 48-jährige Lehrer war seit Anfang 2014 Vizeminister im Agrarressort. Dort war er unter anderem für die Themenbereiche Ausbildung, Lebensmittelbetrugsfälle und die sogenannte Agrarmafia zuständig. Olivero kündigte als erstes die zügige Verabschiedung der vom Sektor dringend erwarteten Regelung zur Weinförderung im Ausland an.

Nach mehreren Parteiwechseln gehört Olivero inzwischen der Parlamentsgruppe „Für die Autonomie“ an, in der verschiedene Regionalparteien wie die Südtiroler Volkspartei (SVP), die Union Valdôtaine (UV) aber auch Abgeordnete des Mitte-Links-Bündnisses Partito Democratico (PD) organisiert sind. Zuletzt war Olivero im Dezember 2017 Mitbegründer des christdemokratischen Wahlbündnisses Civica Popolare, dem Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin vorsteht. Das Bündnis gehört zur Mitte-Links-Koalition, die von den Sozialdemokraten angeführt wird.

Der bisherige Landwirtschaftsminister Maurizio Martina hatte nach der Parlamentswahl Anfang März und dem danach erfolgten Rücktritt von Matteo Renzi als Vorsitzender der sozialdemokratischen Partito Democratico (PD) die Führung der Sozialdemokraten übernommen und war als Minister der geschäftsführenden Regierung zurückgetreten. Daraufhin führte zunächst Ministerpräsident Paolo Gentiloni die Amtsgeschäfte weiter. AgE

AgE