Als Grund nannte er den seiner Meinung nach nicht ausreichenden Schutz von italienischen Produkten mit geschützten geografischen Angaben (g.g.A.) beziehungsweise geschützten Ursprungsbezeichnungen (g.U.). Centinaio ist davon überzeugt, dass es im italienischen Parlament eine grosse parteiübergreifende Mehrheit gegen CETA gibt, ebenso auf europäischer Ebene.  

Italienische Spezialitäten gefährdet?

Der mitgliederstärkste Landwirtschaftsverband Italiens, Coldiretti, begrüsste die Ankündigung des Landwirtschaftsministers. Verbandspräsident Roberto Moncalvo sprach von einer „richtigen Entscheidung“ angesichts eines «falschen und gefährlichen Abkommens für Italien». Auch er sieht vor allem die italienischen Spezialitäten gefährdet und fürchtet eine Überschwemmung des Marktes mit Produktfälschungen.

Alle EU-Länder müssen CETA genehmigen

Das Freihandelsabkommen mit Kanada war am 21. September vergangenen Jahres vorläufig in Kraft getreten. Als sogenanntes gemischtes Abkommen, das die Kompetenzen sowohl der Europäischen Union als auch der Mitgliedstaaten berührt, bedarf es für ein endgültiges Inkrafttreten der Genehmigung durch sämtliche EU-Länder.

AgE