Wie die WTO gestern in Genf mitteilte, bemängelt Australien, dass es in Kanada auf Landes- und Provinzebene eine Reihe von Vertriebs-, Lizenzierungs- und Verkaufsvorschriften sowie Steuern und Abgaben gebe, die direkt oder indirekt ausländischen Wein diskriminierten.
Als Beispiel wurde unter anderem die Provinz British Columbia angeführt, wo nur heimischer Wein in den normalen Regalen der Supermärkte stehen dürfe, während ausländische Ware in gesonderten „Shop-in-shop“-Formaten offeriert werden müsse. Zudem gebe es ein eigenes Vertriebssystem für inländischen Wein und die Importware werde durch zusätzliche Gebühren und Steuern belastet. Auch in den Provinzen Ontario, Quebec und Nova Scotia gebe es Benachteiligungen und Auflagen bei der Vermarktung von ausländischem Wein, kritisierten die Australier.
In dem Streitfall kommt es nun nach WTO-Angaben zu einem formellen Konsultationsverfahren, in dem die Parteien innerhalb von 60 Tagen eine Lösung finden sollen. Ist das nicht der Fall, kann der Beschwerdeführer ein offizielles Panelverfahren beantragen.
AgE