Die erste Ernte wird im Juli 2023 erwartet, wie die Stadt Zürich, die Universität Zürich und die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich am Mittwoch gemeinsam mitteilten. Für den Pilotversuch werden verschiedene Cannabisprodukte angeboten, die sich in THC- und CBD-Gehalt unterscheiden.

Das Cannabis stammt aus einheimischer Bioproduktion. Nach Verarbeitung und Verpackung der Cannabisblüten stehen die Produkte voraussichtlich ab August zur Verfügung. Haschischprodukte haben eine längere Produktionszeit und werden in der zweiten Oktoberhälfte bereit sein.

Mit der Studie "Züri Can - Cannabis mit Verantwortung" sollen die Auswirkungen eines regulierten Cannabisbezugs auf den Konsum und die Gesundheit der Teilnehmenden untersucht werden. Ausserdem sollen unterschiedliche Modelle des regulierten Bezugs miteinander verglichen werden.

Züri Can - Cannabis mit Verantwortung

Konsumierende können sich ab sofort für eine Studienteilnahme anmelden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen in der Stadt Zürich wohnen und volljährig sein. Bis zum geplanten Verkaufsstart im August 2023 stehen voraussichtlich 21 Bezugsstellen bereit, wie es in der Mitteilung heisst.

Die Teilnehmenden haben die Wahl, ob sie ihr Cannabis bei einer Apotheke, einen Social Club oder über das Drogeninformationszentrum der Stadt beziehen wollen.

Ursprünglich war der Start von "Züri Can - Cannabis mit Verantwortung" bereits für den Herbst 2022 geplant. Die Bewilligung der Ethikkommission liegt seit August des vergangenen Jahres vor.

Die hohe Komplexität des Projekts mit unterschiedlichen Bezugsstellen führte jedoch zu einer Verzögerung, wie die Verantwortlichen im vergangenen Oktober mitteilten. Damals waren bereits 1700 potenzielle Studienteilnehmende auf einer Warteliste eingetragen.