Die Albert-Koechlin-Stiftung aus Luzern fördert mit einem langfristigen Projekt die Zauneidechse in der Innerschweiz. Dafür stehe ab sofort bis zum Projektende im Jahr 2022 "ein siebenstelliger Betrag" zur Verfügung, sagt Projektleiter Philipp Christen, ohne eine genaue Zahl zu nennen. Vollumfänglich bezahlt würden die Erstellungskosten für die Aufwertung von bestehenden oder die Erstellung von neuen Lebensräumen. Das könnten Asthaufen, Steinhaufen oder Wurzelstock-Sandhaufen sein, wo der Arbeitsaufwand einige Hundert Franken pro m3 ausmache, oder aber arbeitsaufwändigere Lebensräume für mehrere Tausend Franken. Entschädigt wird die Arbeitsstunde mit 35 Franken. Auch Waldränder und Hecken sowie Wiesen, Weiden, Äcker und Rebberge und sogar Siedlungen könnten reptilienfreundlich gestaltet werden, betont Christen.

Bedrohte Reptilienart

Für die Zauneidechse als bedrohte und zu fördernde Art habe sich die Stiftung entschieden, weil diese zu den wenigen Reptilienarten auf der Roten Liste gehöre, welche in den Innerschweizer Kantonen noch vorkomme. Von den Massnahmen für Zauneidechsen würden allerdings auch zahlreiche weitere Tierarten profitieren. Die Förderung beschränkt sich ausschliesslich auf das Tätigkeitsgebiet der Stiftung, namentlich die Kantone Luzern, Ob- und Nidwalden, Schwyz und Uri.

Projekte zur Förderung der Zauneidechsen könnten von Privaten, Landwirten, Naturschutzvereinen, Vernetzungsprojekten oder auch von Gemeinden eingegeben werden. Christen weist darauf hin, dass aber in den Gebieten schon bekannte Vorkommen von Zauneidechsen vorhanden sein müssten. Dies in einer Distanz von 100 Metern, weil der Wanderradius beschränkt ist. Die Verbreitung der Reptilien ist auf dieser Karte ersichtlich.

js