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Die "Charta zur Digitalisierung der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft" ist eine Art Verfassung für den Umgang mit Big Data, also grossen Datenmengen, die in der Landwirtschaft heute immer öfter anfallen, sei es am Melkroboter oder auf dem Traktor.

"Wir befinden uns im Digitalisierungstsunami"

Die Ziele für das Papier, das Bundesrat Schneider-Ammann am Dienstagnachmittag an der HAFL in Zollikofen anlässlich einer gut besuchten Zeremonie unterzeichnet hat, sind ambitiös. Es tönt fast ein bisschen nach eierlegender Wollmilchsau, wenn man die Charta durchliest (siehe Kasten). Nach dem Bundesrat haben Vertreter von rund 20 Unternehmen und Organisationen unterzeichnet, darunter SBV, IP-Suisse, Bio Suisse, der Bäuerinnen- und Landfrauenverband, das FiBL, Agroscope, Fenaco und Coop.

Der Agrarminister zeigte sich leidenschaftlich: "Wir befinden uns in einem Digitalisierungstsunami und wollen auf höherer Flughöhe wieder daraus herauskommen" sagte er. Er sprach von Chancen und Möglichkeiten, die es zu nutzen gilt, auch im Hinblick auf die AP 22+. Wenn man dies nicht überall auf Anhieb verstehe, könne er das nachvollziehen, aber dafür entschuldigen werde er sich nicht, sagte er mit Seitenhieb auf die jüngsten agrarpolitischen Auseinandersetzungen.

Es gehe um nicht weniger als die vierte industrielle Revolution, erklärte der Bundesrat. "Wir wollen die Besten sein, that's my ambition", sagte er mit Bezug auf seine Ziele.

Ähnliche Aktivitäten im Ausland

Zuvor hatte Doris Werder vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) erklärt, dass die Charta in erster Linie das Vertrauen der Bauern fördern soll, dass mit ihren Daten sorgsam umgegangen wird. Sie verwies auf ähnliche Anstrengungen im Ausland, so etwa in Neuseeland und Deutschland. Die Frage bleibt, ob man diese Aktivitäten nicht auch international noch stärker verknüpfen müsste.

akr 

Die Charta im Wortlaut finden Sie hier (ganz runterscrollen).