Die Ebenen an den Juraseen und an der Aare waren seinerzeit zu weiten Teilen ein Sumpf. Immer wieder wurden Dörfer und Städte überflutet. Armut, Hunger und Sumpfkrankheit gehörten zum Alltag. Mit der ersten Juragewässerkorrektion verbesserten sich die Lebensbedingungen der Bevölkerung, wie am Festakt betont wurde.

Die Aare wurde in den Bielersee umgeleitet und der Nidau-Büren-Kanal wurde erstellt. Ein Netz von Binnenkanälen legte die Sümpfe trocken. Mit der zweiten Juragewässerkorrektion rund 100 Jahre später gelang es, die Wassermassen zu bändigen.

Pionierleistung

Marc Chardonnens, Direktor des Bundesamts für Umwelt, unterstrich den Weitblick des ersten Subventionsprojekts der Eidgenossenschaft. Die damalige Pionierleistung sei der Beginn einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden gewesen, sagte Chardonnens gemäss Redetext.

Regierungsräte aus den Bern, Solothurn, Freiburg, Neuenburg und Waadt betonten, der Hochwasserschutz bleibe eine gemeinsame Daueraufgabe der Kantone.

sda