Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, wie gross das politische Bedürfnis für Ernährungssicherheit in der Verfassung ist, dann ist er jetzt geliefert. Im Hinblick auf die Abstimmung vom 24. September ist unter der Ägide der Agrarallianz unter dem Namen «Ja zum Gegenentwurf Ernährungssicherheit» ein weiteres Ja-Komitee gegründet worden.
Diesem gehören insgesamt 79 Parlamentarier(innen) an. Sie stammen mit 48 Personen hauptsächlich aus der SP. Gut vertreten sind aber auch FDP (11) und GLP (7). Alle drei Parteien hatten sich im Gegensatz zu SVP, CVP, BDP und GP bis anhin sehr schwer getan mit Ernährungssicherheitsinitiative und Gegenvorschlag. Die Grünen sind am besten doppelvertreten. Im neuen Komitee haben sie 12 Vertreter(innen), beim Komitee des SBV deren 9.
Bezüglich Argumentation verfolgt das Komitee gemäss der Website drei Hauptachsen:
1. Produktion und Natur gehören zusammen: Nur mit standortangepasster Bewirtschaftung im Einklang mit der Natur kommen wir zu echter Ernährungssicherheit. Produktion und Natur sind untrennbar
2. Mehr Nachhaltigkeit beim Handel: Der Handel innerhalb der Schweiz und mit dem Ausland ist Voraussetzung für unsere Ernährung. Der Verfassungstext soll zu mehr Nachhaltigkeit im Handel mit Lebensmitteln führen.
3. Produktion und Handel sind auf den Markt ausgerichtet. Weniger Foodwaste ist das Ziel.
Zusammengefasst wird das Ganze mit dem Claim: «Natur, Handel und Konsum im Gleichgewicht". Dieser erinnert etwas an den Leitspruch von Bio Suisse: «Mensch, Tier und Natur im Gleichgewicht.»
akr