Bereits zum vierten Mal fand auf dem Hof Alad im bündnerischen Peist ein 1.-August-Brunch statt. «Wir sind völlig ausgebucht. Einigen mussten wir sogar absagen», sagt Betriebsleiter Peter Jäger. Dass 1.-August-Brunches auf Bauernhöfen sehr beliebt sind, spürt man auch hier, auf 1350 m ü. M. «Wir haben Gäste weit über die Region hinaus», bestätigt Jäger. 150 Gäste bewirtete das 15-köpfige Helferteam am Nationalfeiertag.
Drei Viertel vom Betrieb
Nur alle zwei Jahre ein Brunch, das ist das Konzept der Familie Jäger. «Alle Jahre ein Brunch wäre zu viel», sagt Peter Jäger. Denn neben dem Brunch muss der Biobetrieb mit 66 ha Grünland ja trotzdem «laufen». Bis auf die Hühner sind zwar alle Tiere auf der Alp und die Ställe leer. Aber wenn Heuwetter ist, muss man eben das Heu einbringen. Und das war am Dienstag der Fall – allerdings erst am Nachmittag, nachdem die Gäste verköstigt und abgereist waren. Das ist mit ein Grund, weshalb die Organisation in den Händen der vier Kinder Hansjürg, Elisabeth, Anna und Peter-Andreas liegt.
Zufriedene Gäste
Drei Viertel der Produkte stammen aus eigener Produktion. Das Fleisch von den Alpschweinen und Kühen; die Milchprodukte von der Gemeindealp Peist, wo die 14 Kühe und das ganze Jungvieh gesömmert werden; die Eier von den 230 Legehennen. «Die Brote und Zöpfe haben wir selber gebacken, das Gran-Alpin-Mehl haben wir zugekauft», ergänzt Peter Jäger.Auch die vierte Durchführung des 1.-August-Brunches dürfte für die Familie Jäger ein Erfolg gewesen sein. Die 150 Gäste langten am reichhaltigen Buffet kräftig zu und zeigten sich auch interessiert am Betrieb an sich. Viele machten zudem vor ihrer Abreise noch einen Abstecher in den Hofladen. Ein älteres Ehepaar sagte: «Wir waren schon an einigen 1.-August-Brunches. Dieser hier war mit Abstand der beste.» Besonders geschätzt hätten sie den Hofrundgang.
«Da erfuhr man, wie der Betrieb funktioniert und woher die Produkte stammen, die man zuvor auf dem Teller hatte.» Und eine junge Frau meinte: «Sehr gutes Essen, traumhaftes Wetter – besser kann es doch gar nicht sein!»
Stefanie Giger