In 6254 Tagen leistete Wachtel 155‘248 kg Milch bei 4,36 Prozent Fett und 3,50 Prozent Eiweiss. Diese Leistung ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass sie 21 Mal auf der Alp Dräckloch sömmerte. Sie war immer sehr leistungswillig. So erreichte sie einmal sogar eine Laktationsleistung von über 10‘000 kg Milch. 18 Mal hat Wachtel abgekalbt. Ihr Brunstverhalten war sehr ausgeprägt. War ein Muni in der Nähe, konnte sie auch kein Zaun aufhalten.

Mit dem Helikopter auf den Oberstaffel

Ihren letzten Sommer konnte Wachtel nochmals auf der Alp verbringen. Auf der Alp Dräckloch im Glarnerland blühte die gut 21-jährige Kuh noch einmal auf. Den anspruchsvollen Weg auf den Oberstaffel mutete die Familie Föhn ihr dann aber doch nicht mehr zu. So kam Wachtel in ihrem letzten Alpsommer zu ihrem ersten Helikopterflug. Nachdem alles Material raufgeflogen war, ging es auch für Wachtel in die Lüfte. Die ersten Wochen auf dem Oberstaffel lief sie noch zusammen mit den anderen Milchkühen. Als die Wege vom Melkstand zu den Alpweiden länger wurden, blieb sie aber zurück und verbrachte ihre Zeit auf den stallnahen Wiesen.

Grosses Vermächtnis

Diesen Herbst verbrachte sie ihre letzten Lebenswochen auf dem Heimbetrieb Grossmatt im Muotathal. Sie blieb fast Tag und Nacht auf der Weide. Der 2. November, der Tag als Wachtel starb, sei für die ganze Familie aufwühlend gewesen, erklärt Ruedi Föhn. Allerdings hat Wachtel bei der Familie Föhn nicht nur viele Erinnerungen hinterlassen. Bald die Hälfte aller Tiere im Stall stammen von dieser speziellen Kuh ab. Im nächsten Jahr wird bereits die siebte Generation von ihr abkalben.

reb