"Auf die oft vergessene Not von Frauen in der Landwirtschaft reagiert nun der Schweizer Bäuerinnen- und Landfrauenverband: Nächsten Monat lanciert er eine Anlaufstelle, die Bäuerinnen in Not anonym Hilfe vermittelt", schreibt der "Sonntags-Blick" in seiner heutigen Ausgabe.
Hilfe wird oft zu spät geholt
Im Artikel wird als Quelle unter andere SBLV-Kogeschäftsführerin Kathrin Bieri zitiert. Sie sei die Verantwortliche für die neue Anlaufstelle und wisse, was Bäuerinnen quält: Generationenkonflikte, die schwierige wirtschaftliche Situation vor allem in der Milchwirtschaft, fehlende soziale Vorsorge bei Scheidungen und die hohe Arbeitslast.
Der Verband hofft laut Bieri, die Frauen damit besser zu erreichen. Denn Hilfe werde oft zu spät geholt. Auch, weil sich viele schämen, bei einer kantonalen Stelle um Beistand zu bitten, wo jeder jeden kennt. Der SBLV will seine Beratungsstelle deshalb mit Experten und Expertinnen in allen Landesteilen verknüpfen.
Eröffnung am 2. Oktober
Auf Anfrage sagte Kathrin Bieri dabei handle es sich um das bereits länger in Planung stehende Projekt "Hilfe und Unterstützung von Frauen und Männern auf dem Land". Dabei handle es sich nicht um einen Beratungsstelle sondern um einen Vermittlungsdienst für Fachpersonen bei der Beratung von Hilfesuchenden in den Themenbereichen „Zusammenleben in Familie und Betrieb“ sowie „Mein und Dein in der Ehe“.
Die neue Vermittlungsstelle wird laut Bieri am 2. Oktober mit einer Medienkonferenz eröffnet. Weitere Informationen zum Projekt finden sich hier.-
akr