In Belgien sind in sieben weiteren Legehennenbetrieben mit dem Insektengift Fipronil verunreinigte Eier entdeckt worden. Wie die Aufsichtsbehörde FASNK am Dienstagabend berichtete, wurden die Unternehmen sofort vorübergehend gesperrt.
Für Konsumenten soll allerdings keine Gefahr bestanden haben. Die Fipronil-Konzentration in den getesteten Eiern habe unter dem Wert gelegen, der nach EU-Erkenntnissen gesundheitsschädlich sein könnte.
Vom Fipronil-Skandal sind nach jüngsten Erkenntnissen mindestens 15 EU-Staaten sowie mehrere Nicht-EU-Länder wie die Schweiz, Südkorea und Hongkong betroffen. Nach den bisherigen Ermittlungen gelangte das Insektengift in die Eier, weil es unerlaubterweise zur Reinigung von Ställen eingesetzt wurde.
In Belgien sind nach den jüngsten Tests mittlerweile alle Legehennen- und Aufzuchtbetriebe auf Fipronil getestet. Insgesamt seien noch 21 Unternehmen gesperrt, teilte die FASNK mit. In ebenfalls getestetem Hühnerfleisch sei bislang kein Fipronil nachgewiesen worden.
Fund auch in Ungarn
Unterdessen stellte das ungarische Amt für Lebensmittelsicherheit aus Deutschland kommende, mit Fipronil belastete Tiefkühlprodukte sicher. Die Ladung wurde mit Hilfe von Informationen des europäischen Schnellwarnsystems für Lebens- und Futtermittel (RASFF) ausfindig gemacht und vernichtet, wie die Behörde am Dienstagabend in Budapest mitteilte.
Bei dem Produkt handle es sich um tiefgefrorene Pfannkuchen-Masse. Bestellt worden sei sie von einer Budapester Firma. Es war das erste Mal, dass in Ungarn seit Ausbruch des Fipronil-Skandals vor zwei Wochen Lebensmittel gefunden wurden, die mit dem Insektengift belastet waren.
sda