Der Bundesrat hat am Mittwoch das entsprechende Mandat verabschiedet. Hauptaufgabe der diesjährigen Konferenz ist es, den Stand der Umsetzung des Strategischen Plans zu prüfen. Laut Bundesrat steht schon heute fest, dass die meisten Ziele nicht vollumfänglich erreicht werden. Dies gefährde die Erreichung der Uno-Ziele für nachhaltige Entwicklung, schreibt die Regierung in einer Mitteilung.
Die Schweizer Delegation wird sich daher für eine eine effizientere Umsetzung einsetzen. Dies soll unter anderem durch die Nutzung von Synergien mit anderen Umweltabkommen erreicht werden. An der Konferenz soll auch der neue globale Rahmen für die Biodiversität für die Zeit nach 2020 erarbeitet werden.
Viel Spielraum bei der Umsetzung
Die Biodiversitätskonvention von 1992 ist von 195 Staaten und der EU ratifiziert worden. Es handelt sich um das erste internationale Abkommen, das den Schutz der biologischen Vielfalt global und umfassend behandelt. Weil es ein Rahmenabkommen ist, haben die Mitgliedstaaten bei der Umsetzung viel Spielraum.
Die zwölfköpfige Schweizer Delegation wird angeführt von Marc Chardonnens, Direktor des Bundesamts für Umwelt (Bafu). Gleichzeitig mit der Biodiversitätskonferenz finden in Sharm-el-Sheik das Treffen zum Protokoll von Cartagena und dasjenige zum Protokoll von Nagoya statt. Diese gründen ebenfalls auf der Biodiversitätskonvention.
sda