Einst hielten natürliche Barrieren wie Meere, Gebirgszüge und Wüsten Mensch und Tier vom Reisen in entfernte Regionen ab. Doch mit der Überwindung dieser Barrieren in den letzten Jahrhunderten und der Zunahme von Handel und Tourismus, schleppte der Mensch zunehmend neue Tier- und Pflanzenarten in die Heimat ein. Während sich die Mehrheit der gebietsfremden Arten unauffällig verhält, fügt ein geringer Anteil unserer biologischen Vielfalt grossen Schaden zu.
Invasive Arten gefährden unsere biologische Vielfalt
Einige der gebietsfremden Arten haben wir bewusst zu uns geholt wie beispielweise die Mehrheit der landwirtschaftlichen Nutz- und Zierpflanzen oder Haus- und Zootiere. Viele wurden allerdings unbeabsichtigt als blinde Passagiere z. B. auf Nahrungsmitteln, an Pflanzen, in Verpackungsholz oder an Transportmitteln eingeführt. Einmal angekommen, gliedert sich die Mehrheit von ihnen unauffällig in ein Ökosystem ein, ohne Schaden anzurichten. Einige wenige aber fallen negativ auf – die sogenannten invasiven Arten: In ihrer neuen Heimat verdrängen sie einheimische Arten, übertragen Krankheiten und Parasiten auf Mensch, Nutztier und Pflanzen oder lösen allergische Reaktionen beim Menschen aus.
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In der Land- und Waldwirtschaft oder an Gebäuden und Infrastrukturen können sie zudem beträchtliche ökonomische Schäden anrichten – z. B. durch Mehrkosten im Unterhalt von Gleisanlagen, Strassen, Schutzbauten und Ufern sowie Ertragseinbussen.
Die Asiatische Tigermücke
In der Schweiz gibt es etwa 800 invasive gebietsfremde Arten. Eine davon ist die Asiatische Tigermücke. Ein potenzieller Krankheitsüberträger auf den Menschen. Ursprünglich stammt die schwarz-weiss gestreifte Mücke aus Ostasien, von wo sie in den 1970-Jahren mit Altpneulieferungen nach Albanien reiste. Seither hat sie sich im Mittelmeerraum über Italien ausgebreitet. Seit 2015 kommt die Asiatische Tigermücke auch in Graubünden (südliches Misox) vor. Laut BAFU ist anzunehmen, dass sie in weitere Regionen der Schweiz vorstossen wird. Doch ist die Tigermücke in Europa bisher nicht durch ökologische Probleme aufgefallen...
Katrin Erfurt
Den ausführlichen Artikel zum Thema lesen Sie in der aktuellen Ausgabe (Nr. 7) des Magazins "die grüne" vom 21. Juni 2018.
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