«Schweizer Kühe haben es in vielerlei Hinsicht besser als ihre Artgenossinnen im Ausland», schreibt die Branchenorganisation Milch in einer Mitteilung. Ihre Nahrung bestehe zum grossen Teil aus Raufutter, sie könnten regelmässig nach draussen und wüchsen in Betrieben weit weg von Massentierhaltung auf. Das wenige Getreide und Soja, das zur Ergänzung in ihre Futtertröge kommt, sei zu 100% frei von GVO.
Mehrwerte entstünden aber nicht nur während der Produktion der Milch, sondern auch beim Transport und bei der Verarbeitung. Kurze Wege, strenge Kontrollen auf jeder Stufe und im Fall von Käse eine vorwiegend handwerkliche Herstellung «machen Schweizer Milchprodukte zu etwas Wertvollem, für das ein höherer Preis gerechtfertigt ist», heisst es.
Mehrwerte besser kommunizieren
Ein im Sommer fertiggestellter Schlussbericht der BOM beschreibt die bestehenden Mehrwerte der Schweizer Milch und Milchprodukte. Er gibt Empfehlungen ab, wie die Mehrwerte durch die bestehenden Institutionen und Marktakteure kommuniziert werden können. Der Bericht zählt zudem die Gefahren auf, welche diese Mehrwerte gefährden. Diese Gefahren seien im Auge zu behalten und erforderten von der Branche ein Monitoring. Die BOM wird in den kommenden Monaten ein Monitoring-Instrument aufbauen.
Das zentrale Element dieses Monitorings ist die Beobachtung der bestehenden Vorteile und entsprechende Schlüsse, falls ein Risiko für die Zukunft besteht. Das Tierwohl, die verschiedenen Aspekte rund um die Fütterung und die qualitativ hochstehende Verarbeitung stehen dabei im Zentrum. Der Schlussbericht zählt bereits 19 solche Faktoren auf. Eine neu gebildete Arbeitsgruppe soll in den kommenden Wochen die Arbeit aufnehmen und die Themen gewichten.
BauZ