Insgesamt gingen Anträge im Umfang von 41'000 ha ein, womit das bereits sehr hohe Niveau des Vorjahres noch leicht übertroffen wurde.

Umstellungswelle

Nach erfolgter Umstellung wird die gesamte dänische Biofläche laut Agrarressort in diesem Jahr voraussichtlich auf 258'000 ha anwachsen; gegenüber 2016 wäre das ein Plus von knapp 19%. Dem Ministerium zufolge hat die dänische Regierung wegen des grossen Andrangs in diesem Jahr zusätzliche Mittel im Umfang von umgerechnet 42,0 Mio Euro bereitgestellt, damit nach den Engpässen des Vorjahres nun allen Interessenten die Möglichkeit zum Umstieg gegeben werden kann.

Der dänische Landwirtschaftsminister Esben Lunde Larsen wies darauf hin, dass die Umstellungswelle in den letzten beiden Jahren solche Ausmasse angenommen habe wie seit Beginn der neunziger Jahre nicht mehr. Wegen der enormen Zahl an Anträgen müsse deshalb damit gerechnet werden, dass es im laufenden Verfahren trotz der Anstrengungen der Behörden zu Verzögerungen bei Anerkennung und Auszahlung kommen könne.

Boom dürfte anhalten

Grundsätzlich sei die starke Zunahme in der biologischen Produktion aber zu begrüssen, betonte Larsen mit Blick auf das gleichzeitig deutlich steigende Interesse an dänischen Bioprodukten im In- und Ausland. So habe der Umsatz mit Bioerzeugnissen in den dänischen Lebensmittelgeschäften zwischen 2015 und 2016 um 14% auf umgerechnet 1,07 Mrd Euro zugelegt.

Ähnliche Zuwachsraten verzeichne man auch im Aussenhandel. Der Minister geht deshalb auch für das nächste Jahr von einem anhaltenden Boom bei den Umstellungen auf den Biolandbau aus und will sich notfalls für die Bereitstellung zusätzlicher Förderzuschüsse stark machen.

AgE