Nach Berechnungen des Nationalen Statistikamtes erzielten die Biohöfe im vergangenen Jahr über alle Unternehmenszweige hinweg ein durchschnittliches Betriebsergebnis von umgerechnet 130'700 Euro (151'438 CHF); gegenüber 2015 ist ein Plus von 47'100 Euro (54'573 CHF). Damit hat das Betriebsergebnis der Ökolandwirte nunmehr das siebte Jahr in Folge zugelegt.
Laut Statistikamt erreichten die Biomilchproduzenten 2016 im Mittel ein operatives Ergebnis von umgerechnet 161'200 Euro (186'778 CHF), was einem Anstieg von 57'500 Euro (66'623 CHF) zum Vorjahr entsprach. Massgeblich für den höheren Gewinn sei der vergleichsweise hohe Preis für Biomilch gewesen, der mit 45 Cent (52 Rappen) pro Kilogramm im Jahresschnitt um 16,5 Cent (19,1 Rappen) über dem konventionellen Milchpreis gelegen habe. Beigetragen zu dem guten Resultat habe auch eine um 350 kg gestiegene durchschnittliche Jahresmilchleistung der auf den Ökobetrieben gehaltenen Kühe.
Konventiolle Milchproduzenten mit fast 20'000 Franken Verlust
Während die Biomilchproduzenten von relativ stabilen und hohen Preisen profitierten, schlug bei den konventionell wirtschaftenden Milcherzeugern die Milchmarktkrise voll auf das Betriebsergebnis durch. Den Statistikern zufolge verzeichneten die konventionellen Milchbauern im vergangenen Jahr einen durchschnittlichen Verlust von umgerechnet 17'000 Euro (19'697 CHF) pro Betrieb.
Auch in der Schweineproduktion gingen die wirtschaftlichen Ergebnisse 2016 deutlich auseinander. Laut den Berechnungen des Statistikamtes übertraf das Betriebsergebnis in der ökologischen Erzeugung mit umgerechnet 401'000 Euro (464'723 CHF) je Betrieb das entsprechende Resultat in der konventionellen Schweinemast um mehr als das Dreifache. Zugleich konnten die Öko-Schweinehalter ihr Betriebsergebnis damit gegenüber dem Vorjahr um knapp 70'000 Euro (81'124 CHF) verbessern.
AgE