Gang 1 – Die Spitzenpaarungen: Eine der ersten Spitzenpaarungen ist ein Generationenduell, das schon nach wenigen Sekunden mit Lätz entschieden ist. Der 15 Jahre ältere Matthias Siegenthaler siegt gegen Fabian Staudenmann. Curdin Orlik macht mit Christian Gerber nicht viel länger als Siegenthaler mit seinem Gegner. Er gewinnt im Übersprung mit Kopfgriff. Auch der Lokalmatador zeigt eine gute Form. Patrick Gobeli gewinnt zur Freude der vollen Publikumsreihen gegen den Appenzeller Gast Reto Koch. Die Zuschauer am Oberländischen Schwingfest freuen sich auch entsprechend über den Sieg von Simon Anderegg. Er gewinnt mit einem Lätz gegen Patrick Schenk. Ein Duell mit viel Erfahrung und ausgeglichenen Kräften zwischen Thomas Sempach und Florian Gnägi endet nach kräfteraubenden sechs Minuten mit einem Gestellten. Der Gast aus dem Unterthurgau Tobias Krähenbühl gewinnt mit Gammen gegen Ruedi Roschi. Die letzte Spitzenpaarung wird mit grosser Spannung erwartet. Die Einteilung schont den jüngst zurückgekehrten aktuellen Schwingerkönig Matthias Glarner nicht. Der Appenzeller Martin Hersche stellt nach einem eher vorsichtig geführten Gang mit dem König.  

Schnelle Entscheidungen  

Gang 2 – Die Spitzenpaarungen: Nach einem Gestellten gegen Kilian von Weissenfluh im 1. Gang gewinnt Remo Käser am Boden mit Nachdrücken gegen Alfred Locher. Auch Kilian von Weissenfluh gewinnt den zweiten Gang. Sein Gegner Alex Schär unterliegt ebenfalls einem Kampf am Boden. Christian Gerber läuft es im 2. Gang ebenfalls besser, er hat ein Leichtes und gewinnt durch «Anlehnen». Der Bruder des Königs Kilian Wenger, Marcel Wenger, muss sich gegen den Eidgenossen Patrick Schenk behaupten, was ihm nicht gelingt. Dieser besiegt ihn mit Fussstich. Wiesel Thomas Sempach (siehe Ausgabe der BauernZeitung vom Freitag, 25. Mai oder www.bauernzeitung.ch) gewinnt gegen den jungen Oberländer Thomas Inniger. Auch Florian Gnägi und Ruedi Roschi siegen im 2. Gang gegen junge Teilnehmer. Dem König Matthias Glarner wird der Emmentaler Bergbauer Thomas Ramseier zugeteilt. Nach kurzer Kampfdauer gewinnt Glarner mit Fussstich. Der beliebte «Bündner-Berner» und Agronom Curdin Orlik gewinnt gegen Stefan von Büren mit Lätz abdrehen. Das Publikum mag ihn, den Emmentaler Matthias Siegenthaler. Es jubelt ihm im 2. Gang zum Sieg gegen Lorenz Kämpf zu. Martin Hersche tut sich schwer mit Michael Leuenberger, gewinnt aber dennoch. Und schliesslich murkst Simon Anderegg den Mittelländer Adrian Thomet auf den Rücken.  

Spannender Kampf

Ein spannender Kampf steht im dritten Gang bevor: Curdin Orlik tritt gegen Matthias Siegenthaler an. Beide Schwinger haben ihre ersten Gänge gewonnen und haben jeweils 20 Punkte auf ihrem Notenblatt stehen.

Einer der ganz Grossen fehlt an der Lenk. Kilian Wenger hat sich am Emmentalischen Schwingfest in Zollbrück bereits im 1. Gang eine Bauchmuskelzerrung zugezogen. Diese erweise sich als hartnäckig und zwang den König seine Teilnahme an der Lenk abzusagen.

Siegenthaler und Orlik stellen

Gang 3 - Die Spitzenpaarungen: Simon Anderegg greift mit Florian Weiermann zusammen und gewinnt. Passend zum Auftritt von Schwingerkönig Glarner meldet sich die Sonne nach den ersten Regentropfen zurück. Er siegt mit Kurz-Fussstich gegen Valentin Steffen. Thomas Sempach macht kurzen Prozess mit Marco Iseli und gewinnt nach wenigen Sekunden. Gast Martin Hersche beherrscht den Brienzer und legt Lukas Renfer auf den Rücken. Das «heisseste» Duell im 3. Gang findet sicherlich zwischen Matthias Siegenthaler und Curdin Orlik statt. Sie zeigen bereits in der ersten Minute, dass es zu einer Entscheidung kommen soll. Beide versuchen es mit Kurz und bieten den bislang Spannendsten aller Gänge, der nach sechs Minuten als Gestellter endet. Während die beiden Emmentaler Christian Gerber und Patrick Schenk gewinnen, muss Florian Gnägi einen Gestellten gegen Roman Sommer einstecken. 

Der König tut sich schwer

Gang 4 – Die Spitzenpaarungen:

Der 4. Gang startet mit einer Überraschung. Der Einheimische Andreas Schletti bezwingt den Eidgenossen Patrick Schenk. Florian Gnägi findet zu seiner Form zurück und gewinnt den vierten Gang. Kurzen Prozess macht Thomas Sempach mit Jan Wittwer. Er legt ihn übers Knie ab. Remo Käser gewinnt gegen Josias Wittwer mit einem Brienzer vorwärts. Christian Gerber gewinnt nach einem ermüdenden Kampf mit vielen Kurzzügen gegen den Oberländer Philipp Aellen. Der Führende nach drei Gängen, Simon Anderegg, trifft auf den Ostschweizer Gast Tobias Krähenbühl. Er nimmt diesen mit einem Kurz, wie aus dem Bilderbuch. Curdin Orlik gewinnt kraftvoll am Boden und bezwingt den Seeländer Matthieu Burger. Brandgefährlich präsentiert sich Kilian von Weissenfluh. Er bietet im 4. Gang gegen Matthias Siegenthaler packenden Schwingsport. Nach sechs Minuten fällt die Entscheidung: gestellt. Der König Matthias Glarner kämpft und tut sich schwer gegen seinen Gegner Michael Moser. Der Gang endet gestellt.

Die Oberländer dominieren

Nach den ersten vier Gängen stehen vier Oberländer zuoberst auf der Rangliste. Die Zwischenrangliste präsentiert sich wie folgt: 

1a: Simon Anderegg
2a: Curdin Orlik
2b: Andreas Schletti
3a: Martin Herrsche
3b: Remo Käser
3c: Daniel Nägeli
3d: Thomas Sempach
3e: Christian Gerber
3f: Ruedi Roschi

Note wird entscheiden

Gang 5 - Die Spitzenpaarungen: Florian Gnägi gewinnt nach zähem Kampf mit Kreuzgriff gegen Andreas Schletti. Matthias Glarner macht mit Florian Weiermann kurzen Prozess während Christian Gerber gegen den Führenden Simon Anderegg antreten muss. Der Gang geht gestellt zu Ende. Ebenfalls stellen Matthias Siegenthaler und Michael Leuenberger. In  den Reihen der Zuschauer sieht man im Kampf zwischen Curdin Orlik und Remo Käser einen Plattwurf, der Kampfrichter sieht es anders. Dennoch gewinnt Curdin Orlik gegen den Oberaargauer. Klar ist, dass Curdin Orlik im Schlussgang ist. Wer gegen ihn antreten darf, entscheiden die Noten. Ruedi Roschi hat mit einer 10 im 5. Gang gute Aussichten. Wurde Anderegg für seinen Gestellten im 5. Gang eine 9 geschrieben, sind sie gleichauf. Dann entscheidet die Einteilung, wer gegen Orlik in den Ring geht.

Schlussgang steht 

Nun steht der zweite Schlussgangteilnehmer neben Curdin Orlik fest: es ist Ruedi Roschi.   

 

sb/aw/ll