1857 gründete Jakob Baumberger auf dem Bauernhof seines Vaters eine Destillerie. Später übernahm er eine kleine Brauerei in Langenthal. Das Destillieren sowie die Verwertung von Gerstenmalz gingen schon von ­Anfang an Hand in Hand. Jakobs Sohn, Hans Baumberger I, führte die Brau- und Destilliergeschäfte mit seinen Brüdern erfolgreich fort. Sie gründeten eine Firma für die Erforschung von Torf, um die Mälzerei betreiben zu können. Während den Kriegsjahren verbot die Regierung die Destillation von Getreide und Kartoffeln. Der Import von Gerstenmalz wurde mehr und mehr eingeschränkt. Um das Geschäft zu erhalten, wurden Apfelsaft und Apfelwein hergestellt. Die Brauerei wurde in den 80er-Jahren verkauft und ging indirekt in die Carlsberg-Gruppe über. Das Verbot, Getreide zu destillieren wurde erst 1999 aufgehoben. Hans Baum­berger III begann 2005 die ersten Langatun Single Malt Whiskys zu kreieren. Drei Jahre später kam «Olde Deer», der erste Single Malt, auf den Markt. 2014 verlagerte die Firma ihren Sitz ins Kornhaus von Aarwangen. Sie zählte schon sechs Mitarbeiter. Zwei Jahre später kam der Nachfolger von Hans Baumberger III, Christoph Nyfeler, ins Unternehmen, das er bis heute leitet.Die Destillerie exportiert in 18 Länder und zählt ebenso viele Angestellte. 20% des Umsatzes werden im Ausland erwirtschaftet. Eine Steigerung um 10% wird angestrebt. Ein wichtiges Standbein des Betriebes sind die Destilleriebesuche. Vor allem im Sommer finden auch Deutsche und Holländer den Weg an die Aare.