Schweizer Bauern wissen, wie es geht. Das betont der Schweizer Bauernverband immer dann, wenn es um die zusätzliche Regulierung von Pflanzenschutzmittel, Tierschutzbestimmungen oder andere Einschränkungen geht. Dass Schweizer Bauern wissen, wie es geht, legen nun auch neue Forschungsergebnisse der Agroscope nahe.

Mischkulturen sind besser 

So wissen Schweizer Bäuerinnen und Bauern, wie man mit Mischkulturen mit weniger Ressourcen den Futterbau intensivieren kann. Damit sind sie Vorbilder für ihre europäischen Kollegen. Diese  würden nämlich nach wie vor auf Grasreinkulturen mit starker Stickstoffdüngung setzen.

Die Forschenden untersuchten deshalb, wie Gras-Klee-Mischungen Unkräuter unterdrücken. Und die Resultate würden deutlich zeigen, dass vier-Arten-Mischungen in intensiv bewirtschaftetem Grasland Unkräuter um bis 75 Prozent stärker unterdrücken als die durchschnittliche Monokulturen. Dies stelle einen wesentlichen zusätzlichen Vorteil der Mischungen dar und ergänzt die bekannten Vorteile, dass deutlich höhere Erträge geerntet werden und weniger Stickstoff-Dünger benötigt werde.

Mischkulturen sind einfach anzuwenden

Was sich kompliziert anhört, ist in der Praxis aber gar nicht so eng zu steuern. So stellten die Forschenden auch fest, dass die Vorteile einer guten Grasmischung über alle Jahre und unabhängig von den Wachstumsbedingungen der Standorte messbar waren. Ausserdem spielte es keine allzu entscheidende Rolle, wie die Mischung zusammengesetzt war. Für die Praxis heisst das: Die Zusammensetzung der Samenmischung ist nicht so entscheidend und muss nicht sehr eng gesteuert werden. Und das erleichtert die Anwendung der Mischungen in der Praxis stark.

hja