Beat Gerber, Präsident des Bienenzüchtervereins Oberemmental, erwartet mit durchschnittlich 50 bis 60 Kilogramm pro Bienenvolk eine aussergewöhnlich gute Ernte im Emmental. 2015, gemäss Gerber ebenfalls ein «sehr gutes Jahr», brachte rund 30 Kilo ein. Gegenüber «20 Minuten» spricht er sogar von der besten Ernte seit 40 Jahren.
Den Läusen sei Dank
Nebst den Bienen waren auch die Baumläuse fleissig. Sie steuern zur Honigproduktion ebenfalls einen grossen Teil bei, da sie Honigtau herstellen. Dieser entsteht, wenn Läuse den Saft von Tannennadeln oder Laubblättern aufsaugen, filtern und danach wieder ausscheiden. Jene Überreste werden von Bienen wiederum aufgesammelt und in die Waben transportiert. Die hohe Weisstannen-Dichte im Emmental und die feuchten klimatischen Bedingungen im Frühjahr hätten den Läusen ideale Voraussetzungen geboten, so Gerber gegenüber «20 Minuten».
Schon fast klar sei jedoch, dass es nächstes Jahr keine so gute Waldhonig-Ernte mehr geben werde. «Lausfeinde wie der Marienkäfer haben sich nun entwickelt und gehen den Läusen, die für das nächste Jahr wichtig wären, an den Kragen», meint der Imker Ruedi Ritter gegenüber «20 Minuten».
lae