Bei einem Brand in der englischen Ortschaft Pewsey gerieten im Februar 60 Tonnen Heu in Flammen. Eine lokale Feuerwehr rettete damals zwei Sauen und 18 Ferkel, die im benachbarten Schweinestall untergebracht waren, vor dem Verbrennen.
Die Schweine lebten dennoch nicht lange weiter. Wie die englische Zeitung «Telegraph» berichtete, schenkte die Farmerin Rachel Rivers den Feuerwehrleuten als Dank Würste der inzwischen ausgemästeten Tiere. Die Einsatzkräfte freuten sich, veröffentlichten Bilder des Grillabends auf Facebook und betitelten die Würste als «fantastisch».
Tierschützer empört
Tierschutzaktivisten reagierten auf diesen Post verärgert und empört - allen voran die Tierrechtsorganisation Peta. Die Schweine seien nun nicht besser dran, als bei einem qualvollen Tod in den Flammen zu sterben, liess sich eine Peta-Sprecherin zitieren. Laut dem Nachrichtenportal agrarheute.com will die Tierrechtsorganisation der betroffenen Feuerwehr vegane Würstchen schicken, um den Männern zu zeigen, wie sie zu «wahren Helden für Schweine» werden könnten.
Grill-Bilder gelöscht
Aufgrund der heftigen Reaktionen hat die Feuerwehr den Beitrag mittlerweile entfernt und sich entschuldigt. «Wir verstehen, dass dieser Beitrag Gefühle verletzt habe», schreibt die Feuerwehr auf Facebook.
Die Entschuldigung hat dennoch nicht alle besänftigt. In einigen Kommentaren wird der Feuerwehr immer noch unmoralisches Verhalten vorgeworfen. Andere stellen sich jedoch auf die Seite der Einsatzkräfte und verurteilen die heftigen Reaktionen der Protestierenden.
Gegenüber dem «Guardian» hat auch die Schweinehalterin Rachel Rivers ihr Geschenk gerechtfertigt: «Wir ermöglichen den Schweinen nach Kräften das beste Leben. Sie wurden draussen gehalten und mit biologisch angebauten Futter versorgt.» Mastschweine seien keine Kuscheltiere, ihre Schlachtung gehöre zum Farmleben dazu.
lae