Wie die Agrarbehörde FranceAgriMer gestern unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Dienstes des Pariser Landwirtschaftsministeriums (Agreste) mitteilte, erreichte der Wert der Lieferungen bei einem Plus von 9% gegenüber 2016 die Rekordmarke von 9,05 Mrd Euro (10,63 Mrd CHF). Mengenmässig kamen die Exporteure dabei auf insgesamt rund 14,8 Mio hl, was einem Zuwachs von 5% entsprach.

Laut FranceAgriMer entfielen dabei auf Weine mit kontrollierter Ursprungsangabe (AOP) 38% der Menge und 48% des Wertes, womit diese Kategorie unangefochten an der Spitze stand. Bedeutenden Anteil am Umsatz hatte mit 31% preisbedingt auch Champagner, der aber nur 7% des Volumens ausmachte. Deutlich weniger lohnend war der Export von Weinen mit geschützter geografischer Angabe (g.g.A.), auf die bei immerhin noch einem Viertel der Menge nur noch 9% des Wertes entfielen.

Der meiste französische Wein ging nach Angaben der Pariser Agrarbehörde auch 2017 nach Deutschland, wobei die Ausfuhren mit 2,27 Mio hl im Vergleich zum Fünfjahresmittel um 8% kleiner ausfielen. Die Exporte nach China sind hingegen seit Beginn des Jahrtausends kontinuierlich auf Wachstumskurs, und die 2017 eingeführten 2,14 Mio hl machten das Land - gemessen am Volumen - zum zweitwichtigsten Markt. Darauf folgten die Vereinigen Staaten, in die 1,62 Mio hl im Wert von 1,6 Mrd Euro ausgeführt wurden, was sie nach Wert an die erste Stelle der Zielländer rückte. Das ist laut FranceAgriMer insbesondere auf den deutlichen Anstieg der Champagnerexporte in die USA zurückzuführen, die in den vergangenen fünf Jahren insgesamt um 28% zugenommen haben.

AgE