Die sinkenden Geburtenzahlen in den vergangenen Jahren und die gleichzeitig steigende Inzucht deuten darauf hin, dass das Freibergerpferd – entgegen der Aussage des Bundesrates – gefährdet ist, heisst es in einem Schreiben vom Mittwoch des Freibergerverbands.
Der Bundesrat befürworte Massnahmen, um die Schweizer Pferderasse aus dem Jura bekannter zu machen, hatte die Landesregierung am 18. Oktober ein einem Bericht geschrieben, den der Ständerat bestellt hatte. Für keine gute Idee halte der Bundesrat aber eine Reduktion des Zollkontingents, damit weniger andere Pferde im Angebot seien.
Der Schweizerische Freibergerverband fordert nun aber, dass das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) seine Analyse nochmals überprüfe, damit "schnellstmöglich eine Kontigentsreduzierung auf das WHO-Minimum von 3322 Pferden gefällt wird". Diese Massnahme würde der einheimischen Zucht zusätzlichen Schutz bieten.
Der Bundesrat war vom Parlament beauftragt worden, Massnahmen zu prüfen, um den Rückgang bei den Geburten von Freibergerpferden aufzuhalten. Derzeit unterstützt der Bund die Erhaltung der Schweizer Pferderasse mit rund zehn Millionen Franken jährlich. Das Bundesamt für Landwirtschaft arbeitet gegenwärtig an einer Strategie für die Tierzucht der nächsten Jahre.
sda