Polizeisprecherin Anita Senti bestätigte am Montag entsprechende Berichte. Derzeit werde versucht, für die Pferde einen neuen Platz zu finden, weil die Alpzeit vorbei sei, sagte Senti der Nachrichtenagentur sda.

Der "Verein gegen Tierfabriken" (VgT) warf dem Thurgauer Kantonstierarzt vor, die 19 Pferde müssten bei nasskaltem Wetter im Schnee auf der Alp bei Davos ausharren. Wegen des erwarteten Wintereinbruchs hätten die Tiere vorsorglich von der Alp heruntergeholt werden müssen, kritisierte der VgT.

Behörden in der Kritik

Der Fall des mutmasslichen Tierquälers aus Hefenhofen beschäftigt seit Anfang August die Öffentlichkeit und brachte die Thurgauer Behörden in die Kritik. Auf dem Hof des Tierhalters waren mehrere Pferde verendet. Weitere Tiere waren abgemagert und in schlechtem Zustand.

Der Tierhalter wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen, die Pferde wurden beschlagnahmt und zum Teil verkauft. Der Mann befindet sich derzeit in einer fürsorgerischen Unterbringung.

Unabhängige Untersuchung

Zum Fall Hefenhofen gab es mehrere Vorstösse im Grossen Rat. Die Thurgauer Regierung setzte eine unabhängige Kommission unter der Leitung des Zuger alt Regierungsrats Hanspeter Uster ein, die den Fall untersuchen soll.

sda