Laut dem brasilianischen Landwirtschaftsministerium hat das Unternehmen Caimasul insgesamt 35 Mio Real (10.88 Mio CHF) in den Bau der neuen Anlage in Corumbá im Sumpfgebiet Pantanal investiert. In dieser könnten aktuell 400 Tiere am Tag geschlachtet werden. Ziel sei es, die Kapazität auf 600 Schlachtungen am Tag zu erhöhen.
Der Betrieb mit derzeit 70 Mitarbeitern umfasst eine Zuchtstation, eine Mastanlage und eine Fabrik zur Herstellung des Kaimanfutters, ebenso Schlacht- und Kühlhäuser, Anlagen zur Fleisch- und Lederverarbeitung sowie einen Laden mit Kunstprodukten aus Kaimanleder.
Mit der Zucht der Tiere wurde Caimasul zufolge bereits vor Monaten begonnen. Dazu habe man Eier der im Pantanal vorkommenden Kaimane eingesammelt, berichtete das Unternehmen und betonte die Einhaltung strenger Umweltschutzvorgaben.
80'000 Kaimane
Inzwischen lebten in dem Zuchtbetrieb 80'000 Tiere. Landwirtschaftsminister Blairo Maggi betonte anlässlich der Einweihung des Betriebes dessen ökonomische Bedeutung. Er werde dazu beitragen, die Bedeutung Brasiliens als Agrarexporteur zu erhöhen, und gleichzeitig den Menschen vor Ort wirtschaftliche Perspektiven bieten.
Daneben unterstrich Maggi den Beitrag der Kaimanfarm zum Umweltschutz im Pantanal. Sie diene einer nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen. Auch Umweltschützer sehen die neue Anlage positiv. Laut heimischen Medienberichten hoffen sie, dass dadurch die illegale Jagd auf die Kaimane abnimmt.
Alligatorenfleisch ist weltweit ein Nischenprodukt. Es soll einen hohen Protein- und einen niedrigen Fettgehalt sowie eine feste Textur haben und im Geschmack Hähnchenfleisch ähneln.
AgE