Mit 4,46 Mio. Kubikmetern Holz wurden 2016 zwei Prozent weniger Holz geerntet als im Vorjahr. Über die letzten zehn Jahre gesehen erreichte die Holzerntemenge damit ihren Tiefpunkt, teilen das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und das Bundesamt für Statistik (BFS) mit.
Stammholz verzeichnet 2016 mit einem Minus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr den deutlichsten Rückgang. Beim Energieholz, dem mengenmässig zweitwichtigsten Sortiment, lag die Holzernte leicht im Plus (+1%). Als drittwichtigstes Sortiment blieb das Industrieholz unverändert. Der seit längerem anhaltende Trend, nämlich die Verschiebung vom Stammholz- zu Energieholzsortimenten, habe sich auch 2016 fortgesetzt, heisst es weiter.
Im letzten Jahr sind die Rohholzpreise, die wichtigste Einnahmequelle der Schweizer Forstbetriebe, gemäss dem Landesindex der Produzentenpreise um 1,7 Prozent gesunken. Wie bereits im Vorjahr verbuchte die Mehrheit der Schweizer Forstbetriebe ein Defizit. Schweizweit ergab sich eine Unterdeckung von 35 Millionen Franken.
Die Holzernte ist eine mehrheitlich defizitäres Geschäft, wie die Zahlen des forstwirtschaftliche Testbetriebsnetz zeigen. Für 2016 weist die Waldbewirtschaftung (Holzeinschlag und Waldpflege) ein Minus von 64 Franken pro Hektare aus. Einzig in den Forstzonen Mittelland und Jura konnte die Holzernte 2016, vor Abzug der übrigen Betriebskosten (u.a. Waldpflege, Erschliessung oder Verwaltung), kostendeckend betrieben werden. Besser rentieren sich die Erbringung von Dienstleistungen wie Kommunalarbeiten oder die Spezialholzerei in Gärten: Diese Geschäfte sind gemäss BFS und BAFU für die Mehrheit der Testbetriebe kostendeckend ausgefallen im letzten Jahr.
lid