Der Umsatz war bereits im zweiten Halbjahr 2016 um 3,6 Prozent geschrumpft, wie Hügli am Freitag mitteilte. Dies sei vor allem auf einen temporären Rückgang im Grosskundengeschäft und dem von Marktveränderungen stark betroffenen Markengeschäft der Division Consumer Brands zurückzuführen.
Aufgrund des Bestellungseingangs sei man zuversichtlich, dass im zweiten Halbjahr ein Umsatzwachstum möglich sein werde und damit die Talsohle durchschritten sei. Der gesamte Lebensmittelmarkt in Europa sei allerdings sehr zäh, und viele Produzenten hätten mit Volumenrückgängen zu kämpfen, schreibt Hügli.
Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA sank um 12,7 Prozent auf 21,1 Millionen Franken. Unter dem Strich resultiere ein Konzerngewinn von 10,9 Millionen Franken. Das ist ein Rückgang von 12,4 Prozent.
In Osteuropa zugelegt
Nach Segmenten betrachtet, konnte Hügli einzig in Osteuropa beim Umsatz um knapp vier Prozent zulegen. Das Werk in Tschechien fertigte vermehrt Produkte für andere Konzerngesellschaften, was die Auslastung und die Erträge steigerte. Weiterhin schwach war die Umsatzentwicklung dagegen in Deutschland mit einem Rückgang von 5,4 Prozent.
In der Schweiz und im übrigen Westeuropa schrumpfte der Umsatz organisch um 1,9 Prozent. Während Hügli in Holland und in Österreich zulegte, drückte die massive Abwertung des britischen Pfunds bei den dortigen Gesellschaften die Margen. Die Gastronomieumsätze in der Schweiz waren weiterhin rückläufig.
Kosten gesenkt
Den Betriebsaufwand reduzierte Hügli dank Einsparungen um 2 Prozent (in Lokalwährungen). Dies kompensierte den Bruttoumsatzrückgang zur Hälfte. Der Personalbestand wurde leicht abgebaut auf 1477 Vollzeitstellen.
Im zweiten Halbjahr erwartet Hügli ein Umsatzwachstum, welches den Rückgang im ersten Halbjahr kompensieren sollte. Im Gesamtjahr 2017 würde entsprechend ein gegenüber dem Vorjahr unveränderter Umsatz resultieren. Der Betriebsgewinn (EBITDA) dürfte im zweiten Semester ansteigen und im Gesamtjahr im Rahmen von 2016 ausfallen.
sda