Amtlichen Meldungen zufolge wurden in der vergangenen Woche gleich vier neue Ausbrüche der meldepflichtigen Seuche in der Wojewodschaft Lublin festgestellt. Betroffen gewesen seien jeweils Bestände zwischen 28 und 88 Tieren, teilte die zuständige Veterinärbehörde mit. Laut ihren Angaben haben sich damit innerhalb eines Monats bereits 26 Betriebe nachweislich mit ASP infiziert, was im Vergleich zu den Vorjahren einem signifikanten Anstieg bedeutet.
Auch bei den Wildschweinen breitet sich die Seuche weiter aus. Hier wurden allein in der letzten Juniwoche elf neue ASP-Fälle bestätigt. Insgesamt sollen in diesem Jahr schon mehr als 200 mit dieser Erkrankung infizierte Wildschweine nachgewiesen worden sein.
Eine vom polnischen Landwirtschaftsministerium beauftragte Task Force bezeichnete nicht zuletzt deshalb die nach ihrer Einschätzung immer noch zu große Wildschweinpopulation als Hauptursache für das seit 2014 stets aufs Neue aufflammende Seuchengeschehen. Die Expertengruppe soll nun Vorschläge für eine nachhaltige Regulierung des Wildschweinbestands sowie über weitere Maßnahmen zur Bewältigung der Afrikanischen Schweinepest in den Hausschweinbeständen erarbeiten.
AgE