Der Frost und die Witterung machten dieses Frühjahr vielen Bäuerinnen und Bauern einen Strich durch die Rechnung.
Auch die Erdbeer-Produzenten hat es hart erwischt. Die Erträge blieben fast in der ganzen Schweiz deutlich unter den Durchschnitts-Erträgen aus den Vorjahren. Die Gesamtmenge liegt mit 5'843 Tonnen um 21 Prozent unter dem Schnitt der letzten fünf Jahre, wie der diese Woche publizierte Bericht des Schweizer Obstverbandes (SOV) in seinem Verbandsorgan zeigt.
Kantonal zeigen sich dabei starke Unterschiede. Am stärksten betroffen war das Baselbiet, wo der Ertrag um 63 Prozent unter dem Durchschnitt lag. Wichtigster Erdbeer-Produzent bleibt mit 1'284 Tonnen der Kanton Thurgau. Er ist für 23 Prozent der schweizweiten Produktion verantwortlich.
Himbeeren und Brombeeren top
Ebenfalls rückgängig war die Produktion der Trendkultur Heidelbeeren (-21%), bei den Johannisbeeren (-12%), bei den Stachelbeeren (-27%) sowie bei den Schwarzen Johannisbeeren (-6%).
Anders sieht es bei Himbeeren und Brombeeren aus, den Nummern 2 und 3 hinter den Erdbeeren. Mit der Zunahme der Anbaufläche um 5,5 Prozent nahm bei den Brombeeren die Produktion um 2 Prozent auf 387 Tonnen zu. Gar einen Rekord gab es bei den Himbeeren zu verzeichnen. Mit einer Menge von 1'797 Tonnen wurde die letztjährige Rekordente von 1'525 Tonnen in den Schatten gestellt. Die Menge liegt um 34 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt.
Beigetragen zur hohen Ernte hat unter anderem die Steigerung der Anbaufläche um 7 Prozent auf 160,3 Hektaren. Die Hitze sorgte hingegen dafür, dass die Himbeeren auf Kosten der Grösse schnell reiften. Die Schweizerinnen und Schweizer hatten dieses Jahr allgemein mehr Appetit auf Himbeeren. Der Konsum legte um 17 Prozent zu und die Importe stiegen um 19 Prozent auf 3'610 Tonnen.
Jonas Ingold, lid