7500 Schlachtsauen: Um ein Fiasko von 60 000 nicht verkäuflichen Jagern im nächsten Frühling zu verhindern, müssten die Mastferkelproduzenten reagieren und entsprechend um insgesamt 7500 Zuchtsauen schlachten, schreibt die Suisseporcs an die Schweinezüchter. Züchter sollen sich von ihrem Händler eine schriftliche Garantie geben lassen, dass sie alle Ferkel im Frühjahr und Sommer 2018 abnehmen. Das unterschreibe jedoch kein Händler, heisst es dazu in der neuesten Ausgabe der BauernZeitung.
Schlachtschweine: Ein übergrosses Angebot steht einer normalen Nachfrage gegenüber. Die Schlachtzahlen sind zwar gut, die Produktion ist jedoch viel zu gross. Produzenten müssen auch ihren Beitrag zu einem gesunden Schweinemarkt leisten und überzählige Zuchtsauen nun schlachten. Ansonsten wiederholt sich das diesjährige Szenario in einem noch grösseren Ausmass.
Ferkel: In sämtlichen Teilmärkten bestehen Angebotsüberhänge. Gemäss den Meldungen vom Handel und Vermarktern stehen im QM- und IPS-Jagermarkt gut mittlere Angebote einer mittleren Nachfrage gegenüber. Im CNf-Jagermarkt verläuft das Angebot leicht über Plan und die Nachfrage ungefähr nach Plan. Die Produktion ist deutlich über als die Absatzmöglichkeiten. Jetzt ist die letzte Gelegenheit einen drohenden Jagerrückstau im nächsten Frühjahr zu vermeiden.
Schlachtkühe: Gute Angebote führten zu einem weiteren Preisabschlag um 10 Rp. auf Fr. 8.30 pro kg SG. Dieser Preis kann nicht bei jedem Verarbeiter gelöst werden. Wichtig ist nun gut zu handeln. Kühe sind nach der Weihnachtszeit wieder gesucht.
Schlacht-Muni, -Rinder, -Ochsen: Preisabschlag um 10 Rp. auf Fr. 9.30 pro kg SG für Muni, Rinder und Ochsen T3. Es ist kein Zug im Markt. Marktteilnehmer melden ein grosses Angebot bei einer abgeschwächten Nachfrage bei QM Munis und ein normales Angebot und eine normale Nachfrage bei QM Rinder. Fr. 9.20-9.30 pro kg SG für T3 können gelöst werden. Der IPS Markt sieht leicht besser aus. Ein normales Angebot trifft auf eine normale Nachfrage.
Kleine Tränkekälber: Weiterer Preisabschlag um 20 Rp. bei Tränkern für die Grossviehmast un AA Tränker gelten neu Fr. 9.50 und A-Tränker bleiben unverändert bei Fr. 4.10.
Schlachtkälber: Unveränderter Preis von Fr. 16.20 pro kg SG. Die Nachfrage nach Kälbern ist von Verarbeiter zu Verarbeiter unterschiedlich. Das Angebot bleibt aber klein. Grundsätzlich können alle Kälber zum QM Basispreis platziert werden.
Schafe: Unveränderter Preis von Fr. 11.80 pro kg LG für Lämmer T3. Die Nachfrage ist schwach. Es hat viele auf dem Markt. Der Detailhandel wird aufgefordert in den kommenden Wochen Verkaufs-Aktivitäten durchzuführen. Es lohnt sich die Tiere korrekt fertig zu mästen. Nicht fertig gemästete Tiere auf die öffentlichen Märkte zu bringen, im Wissen dass sie zugeteilt werden müssen, übt einen grossen Preisdruck auf die Lämmerpreise aus.
Hans Rüssli