Schlachtkühe: Es gibt keinen herbstlichen Preisdruck bei den Kühen, denn das Angebot ist klein und steigt nicht, denn es wurden auch weniger Kühe gealpt als 2016. Alpkühe werden direkt auf Ausmastbetriebe verkauft statt direkt in den Schlachthof. Das alles hilft die Kuhpreise bei Fr. 8.60 je kg Schlachtgewicht (SG) für die T3 stabil zu halten.

Schlacht-Muni, -Rinder, -Ochsen: Ausgeglichene Situation im Bankviehmarkt bei stabilen Preisen. Das Angebot an grossem Bankvieh ist klein und bleibt höchstens normal bei einer guten, jedoch unterschiedlichen Nachfrage. Sehr vollfleischige C- und H-Rinder sind gesucht und werden besser als der Wochenpreis bezahlt. Der Ausmastgrad der Muni hat sich verbessert.

Schlachtkälber: Das Sprichwort «Wenn die Zwetschgen blauen bekommen die Kälber goldene Klauen» trifft auch im Herbst 2017 wieder zu. Gerechtfertigter neuer Preisaufschlag von 20 Rp. auf Fr. 14.80 pro kg SG. Das Angebot ist bescheiden, die Nachfrage gut. Nur wenige Tiere von bäuerlichen Kälbermästern kommen auf den Markt, die meisten Kälber stammen aus der Lohnmast. In der Woche 34 konnte bei einem Wochenpreis von Fr. 14.60 pro kg SG ein Durchschnittspreis von Fr. 14.64 für T3 realisiert werden. Der Preiszenit bei den Kälbern ist im laufenden Herbst noch nicht erreicht.

Kleine Tränkekälber: Tränker für die Grossviehmast (AAm) gelten nächste Woche 35 unverändert Fr. 12.60 und Tränker für die Kleinviehmast (A) Fr. 6.50 je kg lebend ab Geburtsstall. Das Angebot ist und bleibt sehr, sehr bescheiden bei einer unverändert sehr, sehr guten bis superguten Nachfrage.

Schlachtschweine: Unveränderter Preis von Fr. 3.60 pro kg SG ab Stall. Durch die zurückgestauten Schlachtschweine seit Anfang August hat es Angebotsüberhänge bei allen Teilsegmenten ausser CNp. Im CNf-Schlachtschweinemarkt verlaufen Angebot und Nachfrage ungefähr nach Plan.

Jager: Seit Anfang August sind die Jagerpreise auf Fr. 3.60 je kg lebend gerasselt. Es herrschen unverändert Überangebot und Preisdruck. Einige Branchenvertreter würden gerne einen radikalen Preisabschlag machen, um so die Ferkelproduktion zu reduzieren im Hinblick auf die neuen Tierschutzvorschriften ab 1. September 2018. Sie hoffen, dass mit Tiefstpreisen für Jager Züchter aussteigen und so 2018 weniger Schweine produziert werden.

Schafe: Der Preis für Lämmer T3 liegt bei 13 Franken je kg SG, das ist 40 Rp. mehr als vor einem Jahr. Wegen dem islamischen Opferfest am 1. September sind Schafe gesucht, Lämmer hat es hingegen genug. Jetzt starten die Verkaufsaktionen mit Alplämmern. Der QM-Basispreis konnte dank guter Nachfrage gehalten werden. Für die neun öffentlichen Märkte in der kommenden Woche 35 sind 2735 Tiere vorangemeldet.

Hans Rüssli