Der 35-jährige Bauer hatte im August einen Handwerker angeschossen, der an seinem Haus gearbeitet hatte. Nachdem die beiden in einem Gespräch auf das Thema Waffen gekommen waren, sei der Landwirt ins Haus gegangen, um aus einem Schrank eine Langwaffe zu holen, berichtet «orf.at». Plötzlich löste sich ein Schuss: Die Kugel durchschlug einen Türstock, prallte auf den Boden und zerschellte. Der Handwerker wurde von mehreren Metallsplittern an den Knien und den Unterschenkeln verletzt.
«Nicht absichtlich abgedrückt»
Vor Gericht hielt der Landwirt fest, er habe nicht gewusst, dass sich eine Patrone im Lauf befinde, ausserdem habe er nicht absichtlich abgedrückt. Offenbar hatte er versucht, das Opfer zu einer Falschaussage zu überreden. «Das war alles ein bissl schusselig, was ich gemacht habe», so der Angeklage gemäss Bericht.
Mit Busse und ohne Vorstrafe davongekommen
Das Opfer wurde nur leicht verletzt. Vor Gericht nahm er die Entschuldigung des Bauern an. Dieser muss eine Geldbusse von 6000 Euro bezahlen, bleibt aber ohne Vorstrafe.
jw