Die Gefahr ist damit aber im Wallis, am nördlichen Alpenkamm und in weiten Teilen des Graubündens und im Bedretto TI immer noch gross, wie das Institut für Schnee- und Lawinenforschung am Dienstagmorgen mitteilte. Grosse Lawinen seien noch möglich, allerdings nehme die spontane Lawinenaktivität ab.

Derweil hat die grosse Niederschlagsmenge der vergangenen Tage weiter zu Erdrutschen und Schlammlawinen geführt. So ist der Strassenverkehr zwischen dem Tessin und dem Kanton Uri unterbrochen, nachdem am Montagabend eine Lawine die A2 verschüttet hat. Wie lange der Unterbruch zwischen Amsteg UR und Airolo TI dauert, ist unklar. Der Gotthardtunnel ist damit geschlossen.

Personen seien nicht verletzt worden, teilte die Kantonspolizei Uri mit. 22 Personen, welche in siebzehn blockierten Fahrzeugen unterwegs waren, wurden evakuiert. Die Massen hätten auch ein Auto erfasst und die Infrastruktur der A2 beschädigt. Autofahrern wird empfohlen, über die A13 via San Bernardino auszuweichen.

Zug wegen Erdrutsch entgleist

Schweizweit gab es am Dienstagmorgen weitere Zugunterbrüche wegen Erdrutschen, so zum Beispiel im Simmental im Kanton Bern zwischen Zweisimmen und Spiez und in der Westschweiz zwischen Les Avants VD und Montbovon FR. Im Kanton Solothurn ist wegen einem Erdrutsch ein Zug entgleist. Verletzt wurde niemand. Auch am Dienstag werden schweizweit zahlreiche Zugstrecken wegen der Lawinengefahr nicht befahrbar sein.

Zudem sind mehrere Ortschaften weiter nicht per Bahn oder Strasse erreichbar. So bleibt Zermatt im Wallis voraussichtlich bis Dienstagabend von der Umwelt abgeschlossen, wie die Matterhorn Gotthard Bahn am Dienstagmorgen mitteilten. Dafür stehen gemäss der Website von Zermatt die Chancen gut, dass ab Dienstagmittag Gäste mit dem Helikopter ausgeflogen werden können.

Auch Saas-Fee im Wallisers Saastal ist wegen Lawinengefahr weiterhin nicht via Strasse erreichbar. Auch alle Zug- und Strassenverbindungen nach Andermatt im Kanton Uri sind nicht in Betrieb - der Autoverlad Furka Oberalppass wurde eingestellt. Im Gegensatz dazu ist Elm im Glarnerland wieder erreichbar.

sda