Die Branchenorganisation Milch hat per 1. Oktober den A-Richtpreis um 3 Rappen auf 68 Rappen franko Rampe angehoben. Die Schweizer Milchproduzenten (SMP) haben nun erhoben, welche Milchabnehmer den Entscheid umsetzen.

Laut SMP wollen viele Milchkäufer die A-Preise um 3 Rappen erhöhen. Einige PO’s seien noch in Verhandlungen, beabsichtigten aber eine Erhöhung umzusetzen. Dank der Richtpreiserhöhung sei eine leichte Verbesserung auf dem Molkereimilchmarkt erreicht worden, bilanzieren die SMP. Der A-Richtpreis der BO Milch von 68 Rappen franko Rampe entspricht rund 64-65 Rappen ab Hof. Die SMP wollen die Preisentwicklung weiter im Auge behalten.

Die SMP fordern, dass die Butterpreise im Detailhandel und in der Industrie, zusätzlich zur Anpassung an die Erhöhung des A-Milchpreises, deutlich angehoben werden. Zudem müsse die Berechnungsgrundlage des offiziellen B-Richtpreises angepasst werden, heisst es in einer Mitteilung.

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Hintergrund: Der B-Richtpreis basiert auf dem Rohstoffwert eines Kilos Milch bei Verarbeitung zu Magermilchpulver für den Export auf den Weltmarkt und auf dem Butterpreis im Inlandmarkt. Weil die Magermilchpulverpreise international weiter tief sind und die Butterpreise in der Kalkulation des B-Preise fix sind, ergibt sich die paradoxe Situation, dass trotz international steigender Preise der B-Preis im Oktober gegenüber dem September um 0.9 Rappen auf 46.7 Rp. gesunken ist