"Wir müssen weiterhin über das Klima sprechen", sagte die Vorsteherin des Eidg. Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) am Dienstag in Paris vor den Medien. Ein Treffen wie dieser Klimaschutzgipfel erinnere daran, "dass wir noch immer weit weg sind von den Zielen der Emissionsreduktion". Sie bleibe aber optimistisch, sagte Leuthard.

Taten statt Worte

Ob ein solcher Klimagipfel nicht das Risiko berge, mit schönen Worten statt konkreten Taten zu enden? "Dieses Risiko gibt es immer. Aber es ist sehr positiv, Politiker mit Wissenschaftler und Unternehmen zusammenzubringen", antwortete Leuthard auf eine Frage. Das derzeitige Treffen sei in diesem Aspekt konkreter als die Klimakonferenzen der Uno.

Die Schweiz engagiere sich aktiv für eine grüne Finanzwirtschaft, sagte Leuthard. "Andere können von unserem Expertenwissen in diesem Bereich profitieren, etwa wenn es darum geht, Portefeuilles oder Unternehmen auf ihre Umweltfreundlichkeit hin zu analysieren."

Mittagessen mit Macron

Vor ihrer Teilnahme am Gipfel wurde Leuthard im Elysée-Palast vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron für ein Arbeitsessen mit verschiedenen anderen Staats- und Regierungschefs empfangen. Am Nachmittag nahm sie zudem an einem Treffen zum Thema kohlenstoffarme Wirtschaft teil, an dem auch Weltbankpräsident Jim Yong Kim und die britische Premierministerin Theresa May anwesend waren.

Die Schweiz hat das Pariser Klimaabkommen ratifiziert und verpflichtet sich damit, den Ausstoss von Treibhausgasen bis 2030 zu halbieren, gemessen am Stand von 1990. Anfang Dezember präsentierte der Bundesrat dem Parlament Massnahmen, mit welchen er dieses Ziel erreichen will. Dazu gehört ein höherer Maximalsatz für die CO2-Abgabe; zudem sollen die Importeure fossiler Treibstoffe einen höheren Anteil der Verkehrsemissionen kompensieren müssen.

sda