Wolf M75 galt als Problemwolf. Zwischen Januar und März diesen Jahres soll er in verschiedenen Kantonen insgesamt 50 Schafe gerissen haben. Aufgrund der entstandenen Schäden und gestützt auf die eidgenössische Jagdverordnung erliessen die Kantone Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen, Graubünden und Tessin eine befristet Abschussverordnung für den Wolfsrüden. Gemäss einem Bericht des «St. Galler Tagblatts» ist deren Frist mittlerweile jedoch in allen Kantonen abgelaufen. In der Schweiz könnte eine neue Abschlussbewilligung gemäss «SRF» nur beantragt werden, wenn M75 innerhalb von vier Monaten 35 oder innerhalb von einem Monat 25 Nutztiere reisst. Der Wolf hat also überlebt - aber wo ist er überhaupt?
M75 alias Odin?
Wie wir berichteten, ist anfangs Juli ein Wolf im Süden Deutschlands aufgetaucht, der laut «St. Galler Tagblatts» mittlerweile auf den Namen Odin getauft wurde. Vermutungen legen nahe, dass es sich um denselben Wolf handeln könnte. Heinz Nigg, Jagdverwalter vom Kanton Appenzell Ausserrhoden, nimmt an, M75 befinde sich auf der Suche nach einer Wölfin auf Partnerschaftssuche.
Auch Odin ist umstritten. Ihm wird vorgeworfen, er habe innerhalb von 19 Tagen 40 Schafe gerissen. Dennoch gibt es auch Unterstützer.
Petition für Odin/M75 lanciert
Die Schafhalterin Elisabeth Barbara Sigron aus Schangnau BE lancierte auf chance.org die Petition «Wolf ‹Odin› M75 soll leben!». Odin werde als Sündenbock für die Unfähigkeit vieler Schafhalter verantwortlich gemacht, schreibt sie darin. «Schaut man sich die Einzäunungen an, da würde sogar eine Katze rüber springen, ohne dass es ihr etwas machen würde!» Zudem betont sie, dass Odin nur drei der ihm zugeordneten 19 Schafsrisse nachweislich begangen habe. Die Petition wurde inzwischen von 2333 Unterstützern unterzeichnet.
lae