Unter ihnen waren auch mehrere Schweizer. Nach Angaben der Botschaft in Jakarta hätten sie den Nationalpark verlassen und seien wohlauf, heisst es in einer Mitteilung des Aussendepartements (EDA) in Bern.

Wegen des Bebens der Stärke 6,4, das Lombok am Sonntagmorgen erschüttert hatte, waren tonnenweise Gestein und Schlamm auf die Wanderwege des Rinjani niedergegangen. Es folgten zwei weitere starke Beben und mehr als hundert Nachbeben. Viele Wanderer konnten daher zunächst nicht von dem aktiven Vulkan hinabsteigen. Nach Angaben der indonesischen Behörden zählten neben Schweizern auch Deutsche, Niederländer, Franzosen und US-Touristen zu den Betroffenen.

Bei dem Vulkanausbruch waren 17 Menschen ums Leben gekommen, darunter ein indonesischer Wanderer, ein malaysischer Tourist sowie mehrere Kinder. Mehr als 220 Menschen erlitten schwerere Verletzungen, und tausende Gebäude wurden zerstört. Mehr als 7500 Menschen mussten in Notunterkünften untergebracht werden.

Der indonesische Staatschef Joko Widodo, der das Katastrophengebiet am Montag besucht hatte, versprach den Bewohnern finanzielle Hilfe.

Der Rinjani ist mit 3726 Metern der zweithöchste Vulkan Indonesiens. Seine letzte grössere Eruption ereignete sich im Herbst 2016. Nach dem Beben vom Sonntag waren die Wanderwege auf dem Rinjani gesperrt worden.

Das aus zahlreichen Inseln bestehende Indonesien liegt auf dem so genannten Pazifischen Feuerring, an dem tektonische Platten aufeinander stossen. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind dort besonders häufig. Erst im Januar waren bei einem Beben der Stärke 6,0 auf der indonesischen Insel Java mehrere Menschen schwer verletzt und dutzende Häuser beschädigt worden.

sda