Im Schuljahr 2012/2013 waren es 3339 Lernende, 2016/17 bereits 3565 und aktuell machen sogar 3693 Personen eine Grundbildung im Berufsfeld Landwirtschaft und deren Berufe. Beim Beruf Landwirt/in EFZ beträgt die Steigerung innerhalb derselben Zeitspanne 314 Lernende (von 2731 auf 3045 Lernende) oder 11.5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Lernendenzahlen von 2949 auf 3045. Der Trend der Vorjahre hält auch hier an, wobei der Anteil Zweitausbildner (diese steigen nach einer Erstlehre im zweiten Lehrjahr ein) ebenfalls zur Steigerung der Lernendenzahlen beiträgt. Die Zahlen bei den Erstausbildnern haben sich nach etwas tieferen Zahlen in den Jahren 2012 bis 2014 in den letzten drei Jahren erholt und bleiben auf hohem Niveau stabil. Bei den Spezialberufen sind die jährlichen Schwankungen jeweils etwas grösser – aber auch hier ist ein positiver Trend spürbar, insbesondere bei den Berufen Winzer/in, Weintechnologe/in und bei den Obstfachleuten. Die zweijährige Attestausbildung zum Agrarpraktiker hat sich in der Bildungslandschaft des Berufsfelds Landwirtschaft ebenfalls etabliert.

Vielseitige, selbständige und zukunftsträchtige Berufe

Die Arbeit in und mit der Natur, der Umgang mit Tieren, dem Boden, den Maschinen, die Vielfalt und die hohe berufliche Selbständigkeit sind die Hauptanreize, weshalb Jugendliche einen Beruf aus dem Berufsfeld Landwirtschaft lernen. Die Lernenden können in ihrer vielseitigen Lehre oft früh Verantwortung übernehmen. In der Landwirtschaft ist der Ausbildner meist auch der Betriebsleiter. Er vertraut den Lernenden seine Tiere und Maschinen an. Die Lernenden essen gemeinsam mit der Betriebsleiterfamilie und bekommen automatisch viele Entscheidungen über den Betrieb mit. Sie sind so täglich mit Unternehmertum konfrontiert. Die Berufsfachschule und der Lehrbetriebswechsel sind weitere zentrale Elemente, die einen Beruf aus dem Berufsfeld Landwirtschaft attraktiv machen.

Gut ausgebildete Fachleute aus dem Berufsfeld Landwirtschaft sind gefragt: bei der Hofnachfolge, aber auch in den vor- und nachgelagerten Bereichen. Die Landwirtschaft, deren Umfeld und die daraus resultierenden Erfordernisse an die zukünftigen Betriebsleiter und Fachleute befinden sich in einem tiefgreifenden Wandel. Diese Entwicklungen gilt es in der Berufsbildung frühzeitig zu erkennen und aufzunehmen. Die Branche und die Verbundpartner sind gefordert, dass auch in Zukunft genügend qualifizierte Berufsleute mit den richtigen Kompetenzen ausgebildet werden. Der positive Aufwärtstrend bei den Lernendenzahlen darf nicht blenden: Genügend gut ausgebildete Berufsleute mit den richtigen Kompetenzen zu haben, bleibt eine Herausforderung.

BauZ