Die Viruskrankheit Cocoa Swollen Shoot (CSSVD) hat sich in Westafrika stark ausgebreitet und bedroht die weltweite Kakao-Produktion, wie das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in einer Medienmitteilung schreibt. Das Institut hat das Projekt zusammen mit der ETH Zürich und lokalen Partnern in Ghana durchgeführt. Dort sind rund 17 Prozent aller Kakao-Gebiete betroffen.
Die bisherige Forschung, die sich vor allem auf die Resistenz-Züchtung und die Kontrolle der virus-übertragenden Insekten konzentriert hat, hat laut Fibl bisher keine durchschlagenden Erfolge erzielt. Grosses Potenzial haben gemäss den Forschern aber Diversifizierungs-Massnahmen wie die Agroforstwirtschaft.
Wissenschaftlicher untersuchten auf kleinbäuerlichen Betrieben in Ghana wie sich beschatteter Kakao-Anbau auswirkt. In Agroforst-Systemen mit 50 Prozent Schatten war die Schwere der CSSVD-Erkrankung am niedrigsten und die Erträge am höchsten. Dies weise daraufhin, dass die Agroforstwirtschaft optimale Bewältigungsstrategien biete, um ein Gleichgewicht zwischen Schwere der Erkrankung und reduziertem Ertrag zu erreichen, so das FiBL.
Die positiven Effekte führen die Forscher darauf zurück, dass die beschatteten Bäume weniger Lichtstress ausgesetzt sind als Bäumen in Monokulturen.
lid