Die Erntemenge bei den Mostbirnen übersteigt die Schätzung um 2500 Tonnen, konnte aber gut von den Mostereien aufgenommen werden. Bei den Mostäpfeln liegt die Erntemenge 18 000 Tonnen unter der Schätzung von Ende Juli. Dabei handelt es sich um die kleinste Ernte seit der elektronischen Erfassung 1974.

Der Grund für die tiefere Menge bei den Mostäpfeln ist auf den Frost im Frühjahr zurückzuführen. Der Behang in den Kantonen der Südschweiz war deutlich besser als in den nördlichen Gebieten. Auch Mostäpfel, welche üblicherweise an die gewerblichen Mostereien geliefert werden, haben dieses Jahr andere Verarbeiter und Wege gefunden. Dank den Reserven des Vorjahres beträgt die Gesamtversorgungslage rund 60 %. Trotzdem wird der Inlandbedarf nicht ganz bis zur nächsten Ernte gedeckt werden können.

Darauf hat die Branche frühzeitig reagiert und eine Sonderbewilligung für die Verarbeitung von 10 % nicht Suisse Garantie konformer Zutaten gemäss Dachreglement der Agro-Marketing Suisse erhalten. Trotz dieser Massnahme wird ein minimaler Import nötig sein, um die Markbedürfnisse decken zu können. Sehr erfreulich ist die sehr gute Qualität des Mostobstes der Ernte 2017.

BauZ