Der Fipronil-Skandal im Ausland scheine also definitiv für den Schweizer Eiermarkt keine negativen Folgen zu haben. Dies stellt die Vereinigung der Schweizer Eierproduzenten Gallo Suisse im aktuellen Marktbericht fest. Die Nachfrage nach Importeiern sei hingegen geringer. Man habe neue Konsumentinnen und Konsumenten gewonnen, die sich für die teureren, aber sicheren Schweizer Eier entschieden hätten.

Eierpreis wird steigen

Bedingt durch den höheren Eurokurs und den damit teureren Futter­komponenten dürfte der Eierpreis laut Gallo Suisse auf Ende Jahr  leicht steigen. Die Produktion erreicht schon bald den jährlichen Höhepunkt für das Weihnachtsgeschäft. Die zusätzliche Nachfrage sollte so gedeckt werden können.

Im Ausland sind die Eier knapp

Im Ausland sieht es etwas anders aus. Besonders in Holland, Belgien und Deutschland fehlten wegen dem Fipronil-Skandal immer noch grosse Bestände an Legehennen. Das macht die Eier in ganz Europa eher zur Mangelware. Die Grosshandels-Einstandspreise seien in den letzten Monaten um 50 Prozent angestiegen.

Es bestehe aber die Gefahr, dass in Kürze wieder zu viele Hennen eingestallt würden und schon bald wieder Überkapazitäten entstünden. «Für Weihnachten wird es in der Schweiz vermutlich keine Aktionen mit billigen Importeiern geben», heisst es im Marktbericht weiter.

jw