Dies sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Analyse von McKinsey & Company.

Nachholbedarf bei aufstrebenden Volkswirtschaften

McKinsey geht davon aus, dass die weltweite Menge Plastikmüll bis 2030 um rund 80% auf dann 440 Mio. Tonnen steigen wird. "Viele aufstrebende Volkswirtschaften haben Nachholbedarf: Die Zahl an Autos sowie deren Konstruktionsweise, und Konsumgüterprodukten sowie der Wohnungsbau in Städten werden gerade in Asien und Afrika enorm zunehmen", begründet McKinsey-Seniorpartner Jakob Fischer diese Entwicklung. "Das lässt sich nicht aufhalten."

Recyclingquote steigt ebenfalls

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Die Recyclingquote kann weltweit gleichzeitig auf bis zu 50% steigen. Als Treiber dieser Entwicklung sieht Fischer insbesondere die Chemieindustrie, die die technologischen Fertigkeiten habe, um das wachsende Umweltbewusstsein sowie die Nachfrage der Konsumgüterindustrie nach recycelten Materialien zu erfüllen. Positiver Nebeneffekt der hohen Recyclingquote: Es wird kaum noch Müll unreguliert entsorgt werden (weniger als 1%) oder auf Landdeponien enden (18%). Dafür wird sich der Anteil des Plastikmülls, der verbrannt wird, um sechs Prozentpunkte auf 31% (136 Mio. Tonnen) erhöhen.

sda