Nun ist ruchbar geworden, dass der ehemalige CEO Pierin Vincenz einigen Dreck am Stecken hat, der erst jetzt in Tranchen zum Vorschein kommt, wobei hier natürlich trotz Untersuchungshaft für den einst hochgelobten Manager die Unschuldsvermutung gilt.
Landwirtschaft involviert
Involviert ist zumindest am Rande auch die Landwirtschaft. Schon immer war die Raiffeisen eine ländliche Kasse mit engen Verbindungen zur Scholle. Diese haben allerdings an Innigkeit eingebüsst. Wie alle anderen Banken musste auch die Raiffeisen den heute offenbar unumgänglichen Abbau des Service Public vollziehen. Das Filialnetz ist geschrumpft. Selbst das «Rütli» der Schweizer Raiffeisen, die 1899 als erste eröffnete Filiale in Bichelsee TG wurde vor einigen Jahren geschlossen. Der Serviceabbau gibt in Landwirtschaftskreisen immer wieder zu Klagen Anlass. So etwa bei Viehhändlern und Bauern, die an den Automaten, welche die Schalter ersetzt haben, nicht mehr aus-
reichend Flüssiges für ihre Geschäfte abheben können.
Schneider: «Wussten nichts»
Zeuge der engen Verbindung zwischen Bank und Bauernstand ist, dass bis heute auch ein Vertreter mit Bezug zur Landwirtschaft im Verwaltungsrat ist. Urs Schneider, stv. Direktor des SBV sitzt seit 2008 im Gremium. Er wurde ad personam gewählt, als er das Amt antrat, war er bereits Präsident des Thurgauer Raiffeisenverbands. Auf Anfrage erklärt er, Auskünfte würden derzeit durch die Medienstelle erteilt, man habe dies koordinieren müssen. Der VR war in Kritik geraten, weil er die zweifelhaften Aktivitäten von Vincenz übersehen hatte. Gegenüber der «Tagesschau» hatte Schneider am Samstag erklärt, Dinge, die man nicht wisse, könne man auch nicht verhindern, «aber es gibt immer Sachen, die man besser machen kann».
akr
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