Die Rede von Bundesrätin Doris Leuthard zur Eröffnung der OLMA zeigt vor allem eines: Es braucht neue Köpfe und Ideen im Bundesrat. Die Vorstellungen und Visionen welche Bundespräsidentin Leuthard präsentierte bieten keine Perspektiven für den Schweizer Agrar- und Lebensmittelsektor. Der Bundesrat will anscheinend an veralteten Trends festhalten. Es ist Zeit, dass der Bundesrat seine Augen und Ohren öffnet und die Bedürfnisse der Bevölkerung und Konsumenten wahrnimmt.
Mit fast 80% hat das Schweizer Volk dem Verfassungsartikel für Ernährungssicherheit zugestimmt. Dieses Resultat zeigt dass die Bevölkerung eine starke inländische Produktion von Lebensmittel wünscht. Zahlreiche Marktstudien belegen den Trend zu lokalen, regionalen Produkten. Dies beweist, zum Beispiel, eine im Frühjahr 2017 veröffentlichte Studie der Universität St.Gallen. Bei der Befragung haben Schweizer Konsumenten Bereitschaft gezeigt für Regionalprodukte zwischen 20 und 30% mehr zu bezahlen. Eine grosse Mehrheit der befragten Personen geben an, mindestens einmal pro Woche Regionalprodukte zu kaufen.
Daher sind, vor allem auch im Bundesrat, neue Ideen gefragt wie starke Rahmenbedingungen geschafft werden können für lokale, gesunde und nachhaltig produzierte Lebensmittel. Die Strategie muss auf eine Stärkung des Schweizer Agrar- und Lebensmittelsektors zielen und nicht auf eine Demontage der Inlandproduktion. Gelebte Nachhaltigkeit - für eine erfolgreiche Land- und Ernährungswirtschaft in der Schweiz.
pd