«Die Lage der Molkereimilchbauern ist bedenklich», mit diesen Worten eröffnete Sandra Helfenstein am Mittwoch in Bern ein Mediengespräch. Eingeladen hat der Schweizer Bauernverband dazu die Tages-, Wochen- und Fachpresse. Ziel des Anlasses: den Druck auf die Verarbeiter erhöhen und den Medienschaffenden begreifbar zu machen, was es heisst, Milchbauer zu sein.

Im Konferenzraum der Schmiedstube haben sich dann gut zwei dutzend Medienvertreter eingefunden. Sie alle wollten Pierre-André Grandgirard, Stefan Schafroth, Hans Frei, Martin Rufer und Markus Ritter hören. Diese sassen, wie bei Konferenzen üblich, den Medienvertretern gegenüber. Grandgirard und Schafroth sind Milchproduzenten. Hans Frei ist Vizepräsident des SBV und Milchproduzent. Martin Rufer arbeitet für den Bauernverband und verantwortet den Fachbereich. Markus Ritter ist SBV-Präsident und ist verantwortlich für die Aktion.

Etwas Bewegung bei den Abzügen

Bevor aber Grandgirard und Schafroth über ihre Situation berichten konnten, zeigte Martin Rufer auf, dass sich in den letzten Wochen etwas, aber eben nicht viel bewegt hat. Gemeint sind die Milchgeldabzüge der Verarbeiter. Emmi hat zwar die Abzüge reduziert, aber eben noch nicht ganz aufgehoben. Auch bei Hochdorf hat man den Abzug für die Schoggigesetzlücke halbiert. «Es hat sich etwas getan, aber nach wie vor ist bei fast allen Milchabnehmern mehr oder weniger grosser Handlungsbedarf vorhanden» fasst der SBV die Situation zusammen (siehe dazu auch Box).

hja

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