Der Jäger hatte in der Nacht auf den 30. Dezember in einem Waldstück zwischen Affeltrangen und Thundorf eine Schafherde mit Wildschweinen verwechselt. So tötete er irrtümlicherweise vier Schafe und drei weitere mussten später notgeschlachtet werden (wir berichteten). Der Jäger zeigte sich selbst an und konnte sich mit dem Schafsbesitzer gütlich einigen.
«Solche Mitglieder wollen wir nicht»
Der Thurgauer Jagdverband will die Konsequenzen ziehen, wie das «Thurgauer Tagblatt» berichtet: Dem Jäger drohe der Verbandsausschluss, sagte Walter Schmid, Vizepräsident von Jagd Thurgau, der Zeitung. Er habe Grundregeln der Jagd missachtet.
«Dieser äusserst penible Jagdunfall hat unsere Informations- und Aufklärungsarbeit der letzten Jahre zunichtegemacht», so Schmid. Wenn er als Jäger aktuell irgendwo hingehe, heisse es gleich: «Du, kennst du den Unterschied zwischen einer Wildsau und einem Schaf?»
«Solche Mitglieder wollen wir nicht», bilanziert Schmid in dem Interview. Bereits reagiert hat auch der Thurgauische Tierschutzverband. Er reichte bei der Staatsanwaltschaft Frauenfeld Strafanzeige ein. «Wegen Verdachts auf Tierquälerei», wie es in der Anzeige heisst (wir berichteten).
jw