Sie heissen unter anderem Masauratti, Thurbo, Öpfeli, Mostindia und Thurgaunerin. Und sie sind die heimlichen Stars an der Olma, die Säuli des legendären Säuli-Rennens. Jeden Tag um 16 Uhr lockt es zahlreiche Besucher in die Arena und ist längst zum Messehighlight geworden. Seit 20 Jahren gibt es diese Gaudi bereits und von Anfang an kamen die Rennsäuli aus dem Stall von Susann und Hans Milz in Amlikon-Bissegg TG.
Leben in die Arena bringen
Angefangen hatte alles 1997. «Damals war tote Hose in der Arena», erinnert sich Hans Milz zurück, der zu jener Zeit Präsident von Suisseporcs Schweiz war. «Wir wollten etwas machen, das fürs Publikum attraktiv ist.» Ein Kollege sei an ihn herangetreten und habe ihm von Schweinerennen in den USA erzählt. Hans und Susann Milz waren von der Idee begeistert. Sie wählten aus ihren Mastschweinebestand 15 Jager aus und trainierten sie fürs Rennen. «Ein Stück weit haben wir auch Imagepflege für den Maststall betrieben», meint Hans Milz.
Aus 25 werden 15
Am Prozedere hat sich bis heute nichts geändert. Von den 25 zweimonatigen Mastschweinen, die Susann Milz auswählt, bleiben am Schluss 15 übrig, die an die Olma fahren. «Für die Rennen eignen sich nur weibliche Tiere», führt die Bäuerin aus. «Und sie dürfen nicht kitzlig sein am Bauch wegen den Sponsorenmäntelchen, die sie während des Rennens tragen.» Für die Auslese stehe sie jeweils in den Schweinestall und schaue, welche Tiere auf sie zukämen. «Sie müssen aufgeweckt und neugierig sein.» Die ausgewählten Schweine werden dann in Iglus gezügelt. In diesem «mobilen Stall» hausen die Säuli auch während der Olma.
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Stefanie Giger